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Beschreibung
Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder. Goethe, »Tasso«. Anfangs ist es ein Punkt, der leise zum Kreise sich öffnet, Aber wachsend umfaßt dieser am Ende die Welt. Hebbel über Goethe. »Er ist da, Christel! er ist da!« rief ein frisches hübsches Mädchen, indem es rasch die Tür eines Kämmerchens aufstieß und mehr springend als gehend eintrat. In dem kleinen Schlafzimmer herrschte noch Dämmerung; das halbe Licht eines Novembermorgens vermochte nicht viel Helle zu verbreiten; man erkannte kaum ein einfaches, weißumhangenes Bett und einige binsenbeflochtene Stühle. »Aber wie finster ist es noch bei dir, Langschläferin!« fuhr die Eintretende fort; ging an das Fenster, schlug die Vorhänge zurück, betrachtete fröstelnd den ersten langsam herabflatternden Schnee und trat an das Bett. Eine jugendliche Mädchengestalt richtete sich eben halb empor, öffnete groß die Augen und sagte: »Wie früh kommst du, Gustchen, eben graut der Tag, Tante Barbara hat noch nicht angeklopft.«
Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder. Goethe, »Tasso«. Anfangs ist es ein Punkt, der leise zum Kreise sich öffnet, Aber wachsend umfaßt dieser am Ende die Welt. Hebbel über Goethe. »Er ist da, Christel! er ist da!« rief ein frisches hübsches Mädchen, indem es rasch die Tür eines Kämmerchens aufstieß und mehr springend als gehend eintrat. In dem kleinen Schlafzimmer herrschte noch Dämmerung; das halbe Licht eines Novembermorgens vermochte nicht viel Helle zu verbreiten; man erkannte kaum ein einfaches, weißumhangenes Bett und einige binsenbeflochtene Stühle. »Aber wie finster ist es noch bei dir, Langschläferin!« fuhr die Eintretende fort; ging an das Fenster, schlug die Vorhänge zurück, betrachtete fröstelnd den ersten langsam herabflatternden Schnee und trat an das Bett. Eine jugendliche Mädchengestalt richtete sich eben halb empor, öffnete groß die Augen und sagte: »Wie früh kommst du, Gustchen, eben graut der Tag, Tante Barbara hat noch nicht angeklopft.«
Über den Autor
Auguste von der Decken, geborene Auguste Meyer, (* 30. November 1827 in Bleckede; 25. April 1908 in Hannover) war eine deutsche Schriftstellerin, die unter den Pseudonymen A. von der Elbe und A. v. d. Elbe mehrere Erzählungen und 50 Romane veröffentlichte.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 290 S.
ISBN-13: 9791041902934
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Decken, Auguste von der
Auflage: 1. Auflage
Hersteller: Culturea
Verantwortliche Person für die EU: BoD - Books on Demand, In de Tarpen 42, D-22848 Norderstedt, info@bod.de
Maße: 220 x 170 x 16 mm
Von/Mit: Auguste von der Decken
Erscheinungsdatum: 09.01.2023
Gewicht: 0,455 kg
Artikel-ID: 126441418