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Beschreibung
Adolf Sommerfelds "Das Ghetto von Berlin" erschließt die jüdischen Lebenswelten der Hauptstadt als sozialen, kulturellen und moralischen Mikrokosmos. Im Zentrum steht weniger ein exotisierender Schauplatz als die verdichtete Erfahrung von Armut, religiöser Bindung, Aufstiegssehnsucht und städtischer Modernisierung. Der Stil verbindet realistische Milieuschilderung mit zeitdiagnostischer Beobachtung; damit gehört das Buch in den Kontext der deutsch-jüdischen Großstadtliteratur und der sozialkritischen Prosa um 1900. Sommerfeld erscheint als Autor, dessen Interesse aus der unmittelbaren Wahrnehmung Berlins und seiner Spannungen erwächst. Die Fragen nach Assimilation, jüdischer Identität, bürgerlicher Anerkennung und antisemitischer Ausgrenzung bilden den geistigen Hintergrund seines Schreibens. Gerade weil er das "Ghetto" nicht nur als Ort, sondern als gesellschaftliche Konstruktion begreift, gewinnt seine Darstellung über das Lokalkolorit hinaus historische Bedeutung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als Quelle sozialer Erkenntnis schätzen. Es bietet einen eindringlichen Zugang zur jüdischen Geschichte Berlins, zur Psychologie urbaner Randständigkeit und zu den Widersprüchen der Moderne. Wer die kulturellen Bruchlinien des deutschen Kaiserreichs verstehen will, findet hier ein bemerkenswertes Dokument.
Adolf Sommerfelds "Das Ghetto von Berlin" erschließt die jüdischen Lebenswelten der Hauptstadt als sozialen, kulturellen und moralischen Mikrokosmos. Im Zentrum steht weniger ein exotisierender Schauplatz als die verdichtete Erfahrung von Armut, religiöser Bindung, Aufstiegssehnsucht und städtischer Modernisierung. Der Stil verbindet realistische Milieuschilderung mit zeitdiagnostischer Beobachtung; damit gehört das Buch in den Kontext der deutsch-jüdischen Großstadtliteratur und der sozialkritischen Prosa um 1900. Sommerfeld erscheint als Autor, dessen Interesse aus der unmittelbaren Wahrnehmung Berlins und seiner Spannungen erwächst. Die Fragen nach Assimilation, jüdischer Identität, bürgerlicher Anerkennung und antisemitischer Ausgrenzung bilden den geistigen Hintergrund seines Schreibens. Gerade weil er das "Ghetto" nicht nur als Ort, sondern als gesellschaftliche Konstruktion begreift, gewinnt seine Darstellung über das Lokalkolorit hinaus historische Bedeutung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als Quelle sozialer Erkenntnis schätzen. Es bietet einen eindringlichen Zugang zur jüdischen Geschichte Berlins, zur Psychologie urbaner Randständigkeit und zu den Widersprüchen der Moderne. Wer die kulturellen Bruchlinien des deutschen Kaiserreichs verstehen will, findet hier ein bemerkenswertes Dokument.
Über den Autor
Adolf Sommerfeld wurde am 18. Juli 1870 in Schroda, Prov. Posen, geboren und starb vermutlich im Dezember 1943 in Berlin. Er war ein Kunstmaler, Autor belletristischer und zeitgenössischer Werke, Dramaturg, Drehbuchautor und Filmregisseur jüdischer Abstammung
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Fachbereich: Regionalgeschichte
Genre: Geschichte, Importe
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 68 S.
ISBN-13: 9788027365937
ISBN-10: 8027365937
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Sommerfeld, Adolf
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 5 mm
Von/Mit: Adolf Sommerfeld
Erscheinungsdatum: 27.12.2022
Gewicht: 0,114 kg
Artikel-ID: 126488549