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Beschreibung
Joseph Roths "Das Spinnennetz", 1923 als Fortsetzungsroman erschienen, ist weniger konventioneller Spionageroman als eine hellsichtige politische Anatomie der frühen Weimarer Republik. Im Zentrum steht Theodor Lohse, ein heimkehrender Leutnant, dessen verletzter Ehrgeiz, sozialer Abstieg und autoritäre Sehnsucht ihn in antisemitische, monarchistische und konspirative Netzwerke treiben. Roths knapper, präziser Stil verbindet journalistische Beobachtung mit satirischer Schärfe; das titelgebende Netz bezeichnet zugleich die geheimdienstliche Intrige und die moralische Verstrickung einer Gesellschaft, die den kommenden Faschismus vorbereitet. Joseph Roth, 1894 in Brody geboren und als Journalist in Wien und Berlin geschult, kannte die zerfallende Habsburgermonarchie, die Traumata des Krieges und die instabile Nachkriegsordnung aus unmittelbarer Erfahrung. Seine Tätigkeit für Zeitungen schärfte seinen Blick für politische Milieus, soziale Masken und die Sprache der Macht. "Das Spinnennetz" entstand aus dieser diagnostischen Aufmerksamkeit: Roth erkannte früh, wie Ressentiment, Opportunismus und Gewaltbereitschaft in bürgerliche Normalität einsickern konnten. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die politische Literatur nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als Erkenntnisinstrument verstehen. Roths Roman ist kurz, dicht und beunruhigend aktuell: eine Warnung vor Karrierismus ohne Gewissen und Ideologien, die sich als Ordnung tarnen.
Joseph Roths "Das Spinnennetz", 1923 als Fortsetzungsroman erschienen, ist weniger konventioneller Spionageroman als eine hellsichtige politische Anatomie der frühen Weimarer Republik. Im Zentrum steht Theodor Lohse, ein heimkehrender Leutnant, dessen verletzter Ehrgeiz, sozialer Abstieg und autoritäre Sehnsucht ihn in antisemitische, monarchistische und konspirative Netzwerke treiben. Roths knapper, präziser Stil verbindet journalistische Beobachtung mit satirischer Schärfe; das titelgebende Netz bezeichnet zugleich die geheimdienstliche Intrige und die moralische Verstrickung einer Gesellschaft, die den kommenden Faschismus vorbereitet. Joseph Roth, 1894 in Brody geboren und als Journalist in Wien und Berlin geschult, kannte die zerfallende Habsburgermonarchie, die Traumata des Krieges und die instabile Nachkriegsordnung aus unmittelbarer Erfahrung. Seine Tätigkeit für Zeitungen schärfte seinen Blick für politische Milieus, soziale Masken und die Sprache der Macht. "Das Spinnennetz" entstand aus dieser diagnostischen Aufmerksamkeit: Roth erkannte früh, wie Ressentiment, Opportunismus und Gewaltbereitschaft in bürgerliche Normalität einsickern konnten. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die politische Literatur nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als Erkenntnisinstrument verstehen. Roths Roman ist kurz, dicht und beunruhigend aktuell: eine Warnung vor Karrierismus ohne Gewissen und Ideologien, die sich als Ordnung tarnen.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Importe, Krimis & Thriller
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 72 S.
ISBN-13: 9788027348503
ISBN-10: 8027348501
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Roth, Joseph
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 5 mm
Von/Mit: Joseph Roth
Erscheinungsdatum: 15.12.2022
Gewicht: 0,12 kg
Artikel-ID: 127828229

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