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Beschreibung
De re militari, vermutlich im späten 4. Jahrhundert entstanden, ist weniger Schlachtenchronik als systematische Diagnose römischer Wehrkraft. Vegetius ordnet Rekrutierung, Ausbildung, Lagerbau, Taktik, Belagerungstechnik und Seekrieg zu einem normativen Handbuch, das ältere militärische Autoritäten exzerpiert und für eine krisenhafte Gegenwart nutzbar machen will. Sein Stil ist knapp, didaktisch und sententienreich; zwischen technischer Vorschrift und moralischer Mahnung entfaltet sich ein Schlüsseltext spätantiker Fachprosa, der das Ideal disziplinierter virtus gegen Verfall und Improvisation setzt. Publius Flavius Vegetius Renatus war kein Feldherr, sondern ein gebildeter hoher Verwaltungsbeamter des spätrömischen Reiches. Gerade diese Position erklärt die Perspektive des Werkes: Aus administrativer Nähe zu staatlichen Ressourcen und imperialer Reformrhetorik entwirft er ein Programm der Wiederherstellung. Seine Berufung auf die "Alten", auf republikanische Strenge und bewährte Exerzitien verrät weniger antiquarische Nostalgie als politisches Interesse an Stabilität, Effizienz und beherrschbarer Gewalt. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Militärgeschichte nicht als bloße Ereignisfolge, sondern als Wissensordnung verstehen möchten. Es bietet Historikern, Philologen und strategisch Interessierten einen seltenen Zugang zur Selbstdeutung römischer Macht. Wer die europäische Tradition militärischer Theorie kennenlernen will, begegnet hier einem ihrer einflussreichsten Ursprünge.
De re militari, vermutlich im späten 4. Jahrhundert entstanden, ist weniger Schlachtenchronik als systematische Diagnose römischer Wehrkraft. Vegetius ordnet Rekrutierung, Ausbildung, Lagerbau, Taktik, Belagerungstechnik und Seekrieg zu einem normativen Handbuch, das ältere militärische Autoritäten exzerpiert und für eine krisenhafte Gegenwart nutzbar machen will. Sein Stil ist knapp, didaktisch und sententienreich; zwischen technischer Vorschrift und moralischer Mahnung entfaltet sich ein Schlüsseltext spätantiker Fachprosa, der das Ideal disziplinierter virtus gegen Verfall und Improvisation setzt. Publius Flavius Vegetius Renatus war kein Feldherr, sondern ein gebildeter hoher Verwaltungsbeamter des spätrömischen Reiches. Gerade diese Position erklärt die Perspektive des Werkes: Aus administrativer Nähe zu staatlichen Ressourcen und imperialer Reformrhetorik entwirft er ein Programm der Wiederherstellung. Seine Berufung auf die "Alten", auf republikanische Strenge und bewährte Exerzitien verrät weniger antiquarische Nostalgie als politisches Interesse an Stabilität, Effizienz und beherrschbarer Gewalt. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Militärgeschichte nicht als bloße Ereignisfolge, sondern als Wissensordnung verstehen möchten. Es bietet Historikern, Philologen und strategisch Interessierten einen seltenen Zugang zur Selbstdeutung römischer Macht. Wer die europäische Tradition militärischer Theorie kennenlernen will, begegnet hier einem ihrer einflussreichsten Ursprünge.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
|---|---|
| Genre: | Geschichte, Importe |
| Jahrhundert: | Vor- & Frühgeschichte |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 96 S. |
| ISBN-13: | 9788028390457 |
| ISBN-10: | 8028390455 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Vegetius |
| Hersteller: | Copycat |
| Verantwortliche Person für die EU: | Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 6 mm |
| Von/Mit: | Vegetius |
| Erscheinungsdatum: | 23.06.2025 |
| Gewicht: | 0,153 kg |