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Beschreibung
Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit entfaltet keinen systematischen Traktat im akademischen Sinn, sondern eine nervös zugespitzte Erkenntniskritik, in der Wirklichkeit als Produkt von Vorstellung, Sprache und physiologischer Organisation erscheint. Panizza verbindet philosophische Spekulation mit medizinischem Blick und satirischer Schärfe; sein Stil ist essayistisch, sprunghaft und zugleich von gelehrten Anspielungen getragen. Im Kontext des Fin de Siècle steht der Text zwischen Schopenhauerischer Weltverneinung, Nietzscheanischer Subjektkritik und zeitgenössischer Psychiatrie, doch zielt er eigensinnig auf die Frage, wie Persönlichkeit angesichts radikaler Illusion behauptet werden kann. Oskar Panizza (1853-1921), ausgebildeter Arzt und zeitweise Psychiater, war einer der streitbarsten Außenseiter der deutschen Literatur. Seine Erfahrungen mit Klinik, Zensur, Gefängnis und Exil sowie der Skandal um Das Liebeskonzil schärften sein Misstrauen gegen Autoritäten. Diese Biographie erklärt die Dringlichkeit, mit der er geistige Selbstbehauptung gegen Kirche, Staat und Naturwissenschaft verteidigt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die philosophische Literatur nicht als beruhigende Lehre, sondern als riskantes Experiment verstehen. Es eröffnet einen Zugang zu Panizzas Denken jenseits des Skandals und zeigt, wie literarische Provokation, Erkenntnisskepsis und die Verteidigung individueller Würde ineinandergreifen.
Der Illusionismus und die Rettung der Persönlichkeit entfaltet keinen systematischen Traktat im akademischen Sinn, sondern eine nervös zugespitzte Erkenntniskritik, in der Wirklichkeit als Produkt von Vorstellung, Sprache und physiologischer Organisation erscheint. Panizza verbindet philosophische Spekulation mit medizinischem Blick und satirischer Schärfe; sein Stil ist essayistisch, sprunghaft und zugleich von gelehrten Anspielungen getragen. Im Kontext des Fin de Siècle steht der Text zwischen Schopenhauerischer Weltverneinung, Nietzscheanischer Subjektkritik und zeitgenössischer Psychiatrie, doch zielt er eigensinnig auf die Frage, wie Persönlichkeit angesichts radikaler Illusion behauptet werden kann. Oskar Panizza (1853-1921), ausgebildeter Arzt und zeitweise Psychiater, war einer der streitbarsten Außenseiter der deutschen Literatur. Seine Erfahrungen mit Klinik, Zensur, Gefängnis und Exil sowie der Skandal um Das Liebeskonzil schärften sein Misstrauen gegen Autoritäten. Diese Biographie erklärt die Dringlichkeit, mit der er geistige Selbstbehauptung gegen Kirche, Staat und Naturwissenschaft verteidigt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die philosophische Literatur nicht als beruhigende Lehre, sondern als riskantes Experiment verstehen. Es eröffnet einen Zugang zu Panizzas Denken jenseits des Skandals und zeigt, wie literarische Provokation, Erkenntnisskepsis und die Verteidigung individueller Würde ineinandergreifen.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Fachbereich: Populäre Darstellungen
Genre: Importe, Philosophie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 40 S.
ISBN-13: 9788028345839
ISBN-10: 8028345832
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Panizza, Oskar
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Oskar Panizza
Erscheinungsdatum: 01.12.2023
Gewicht: 0,075 kg
Artikel-ID: 128379757

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