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Beschreibung
Der Traktat vom ewigen Frieden entwirft kein utopisches Idyll, sondern ein administrativ präzises Modell europäischer Friedenssicherung. Ausgehend von den Verwüstungen dynastischer Kriege entwickelt Castel de Saint-Pierre eine Föderation souveräner Mächte, deren gemeinsamer Rat Streitfälle schlichten und kollektive Sanktionen verhängen soll. Sein Stil verbindet juristische Systematik, politische Arithmetik und aufklärerischen Reformwillen; literarisch steht der Text zwischen Staatsvertrag, Denkschrift und philosophischem Projekt, lange vor Kants berühmter Fortschreibung des Friedensgedankens. Charles-Irénée Castel de Saint-Pierre, normannischer Geistlicher und Mitglied intellektueller Zirkel der Régence, schrieb aus der Erfahrung des Spanischen Erbfolgekriegs und der Friedensverhandlungen von Utrecht. Als Abbé war er weniger Kanzelredner als politischer Publizist: überzeugt, dass Vernunft, Nutzen und institutionelle Planung die Leidenschaften der Fürsten zügeln könnten. Seine Nähe zu Reformdebatten über Handel, Steuerwesen und europäisches Gleichgewicht erklärt die nüchterne Kühnheit dieses Entwurfs. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den Ursprung moderner Ideen kollektiver Sicherheit verstehen wollen. Das Buch ist zugleich historisches Dokument und theoretische Herausforderung: Es zeigt, wie Frieden als konstruierbare Ordnung gedacht werden kann, ohne politische Macht zu verleugnen. Wer Rousseau, Kant oder die Geschichte internationaler Organisationen liest, findet hier einen unverzichtbaren Ausgangspunkt.
Der Traktat vom ewigen Frieden entwirft kein utopisches Idyll, sondern ein administrativ präzises Modell europäischer Friedenssicherung. Ausgehend von den Verwüstungen dynastischer Kriege entwickelt Castel de Saint-Pierre eine Föderation souveräner Mächte, deren gemeinsamer Rat Streitfälle schlichten und kollektive Sanktionen verhängen soll. Sein Stil verbindet juristische Systematik, politische Arithmetik und aufklärerischen Reformwillen; literarisch steht der Text zwischen Staatsvertrag, Denkschrift und philosophischem Projekt, lange vor Kants berühmter Fortschreibung des Friedensgedankens. Charles-Irénée Castel de Saint-Pierre, normannischer Geistlicher und Mitglied intellektueller Zirkel der Régence, schrieb aus der Erfahrung des Spanischen Erbfolgekriegs und der Friedensverhandlungen von Utrecht. Als Abbé war er weniger Kanzelredner als politischer Publizist: überzeugt, dass Vernunft, Nutzen und institutionelle Planung die Leidenschaften der Fürsten zügeln könnten. Seine Nähe zu Reformdebatten über Handel, Steuerwesen und europäisches Gleichgewicht erklärt die nüchterne Kühnheit dieses Entwurfs. Diese Ausgabe empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den Ursprung moderner Ideen kollektiver Sicherheit verstehen wollen. Das Buch ist zugleich historisches Dokument und theoretische Herausforderung: Es zeigt, wie Frieden als konstruierbare Ordnung gedacht werden kann, ohne politische Macht zu verleugnen. Wer Rousseau, Kant oder die Geschichte internationaler Organisationen liest, findet hier einen unverzichtbaren Ausgangspunkt.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Importe, Politikwissenschaften
Rubrik: Wissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 152 S.
ISBN-13: 9788028391256
ISBN-10: 8028391257
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Castel de Saint-Pierre, Abbé
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 9 mm
Von/Mit: Abbé Castel de Saint-Pierre
Erscheinungsdatum: 24.06.2025
Gewicht: 0,231 kg
Artikel-ID: 133595773

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