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Beschreibung
In Der violette Tod, und andere Novellen entfaltet Gustav Meyrink ein Panorama phantastischer Grenzerfahrungen: Visionen von Krankheit und Verwandlung, okkulte Versuchsanordnungen, groteske Gesellschaftsbilder und seelische Spaltungen erscheinen als Symptome einer Moderne, die ihrer eigenen Vernunft misstraut. Meyrinks Prosa verbindet satirische Schärfe mit symbolistischer Verdichtung; sie steht im Kontext der deutschsprachigen Phantastik um 1900, zwischen Hoffmannscher Unheimlichkeit, Décadence und frühexpressionistischer Bildkraft. Meyrink, 1868 in Wien geboren und lange in Prag lebend, kannte die bürgerliche Welt, die er verspottete, aus nächster Nähe: als Bankier, Außenseiter und späterer Schriftsteller. Seine intensive Beschäftigung mit Mystik, Theosophie, Yoga und esoterischen Traditionen prägte seine Literatur nachhaltig. Gerade aus der Spannung zwischen skeptischer Intelligenz und metaphysischem Verlangen erwachsen jene Erzählungen, in denen das Übernatürliche weniger Flucht als Erkenntnisinstrument ist. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die phantastische Literatur nicht als bloßen Effekt, sondern als intellektuelle Form der Wirklichkeitskritik schätzen. Die Novellen bieten dichte, oft verstörende Lektüre und zeigen Meyrink als Meister des grotesken Gedankenspiels, dessen Fragen nach Identität, Macht und geistiger Blindheit erstaunlich gegenwärtig bleiben.
In Der violette Tod, und andere Novellen entfaltet Gustav Meyrink ein Panorama phantastischer Grenzerfahrungen: Visionen von Krankheit und Verwandlung, okkulte Versuchsanordnungen, groteske Gesellschaftsbilder und seelische Spaltungen erscheinen als Symptome einer Moderne, die ihrer eigenen Vernunft misstraut. Meyrinks Prosa verbindet satirische Schärfe mit symbolistischer Verdichtung; sie steht im Kontext der deutschsprachigen Phantastik um 1900, zwischen Hoffmannscher Unheimlichkeit, Décadence und frühexpressionistischer Bildkraft. Meyrink, 1868 in Wien geboren und lange in Prag lebend, kannte die bürgerliche Welt, die er verspottete, aus nächster Nähe: als Bankier, Außenseiter und späterer Schriftsteller. Seine intensive Beschäftigung mit Mystik, Theosophie, Yoga und esoterischen Traditionen prägte seine Literatur nachhaltig. Gerade aus der Spannung zwischen skeptischer Intelligenz und metaphysischem Verlangen erwachsen jene Erzählungen, in denen das Übernatürliche weniger Flucht als Erkenntnisinstrument ist. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die phantastische Literatur nicht als bloßen Effekt, sondern als intellektuelle Form der Wirklichkeitskritik schätzen. Die Novellen bieten dichte, oft verstörende Lektüre und zeigen Meyrink als Meister des grotesken Gedankenspiels, dessen Fragen nach Identität, Macht und geistiger Blindheit erstaunlich gegenwärtig bleiben.
Über den Autor
Gustav Meyrink (1868-1932) war ein österreichischer Schriftsteller. Während sein Frühwerk mit dem Spießbürgertum seiner Zeit abrechnet, befassen sich seine späteren, häufig im alten Prag spielenden Werke hauptsächlich mit übersinnlichen Phänomenen und dem metaphysischen Sinn der Existenz. Im Roman ''Golem'' sowie in verschiedenen Artikeln äußerte Meyrink, selbst schon früh Mitglied der Theosophischen Societät Germania, esoterisch-mystische Ansichten, die unter anderem religiös-messianische Ideen und Elemente des Buddhismus, aus jüdischer und christlicher Mystik sowie aus Theosophie und Alchemie enthielten.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Science Fiction & Fantasy
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 40 S.
ISBN-13: 9788028353544
ISBN-10: 8028353541
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Meyrink, Gustav
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Gustav Meyrink
Erscheinungsdatum: 05.12.2023
Gewicht: 0,075 kg
Artikel-ID: 128620417

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