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Beschreibung
Die Juden (1922) ist kein neutraler Überblick, sondern ein zeittypischer, polemisch-essayistischer Versuch, die Stellung jüdischer Minderheiten in Europa politisch, religiös und kulturell zu deuten. Bellocs Prosa verbindet historische Exkurse, katholische Sozialkritik und aphoristische Zuspitzung; zugleich ist der Text deutlich von den Vorurteilen und Kategorien der Zwischenkriegszeit geprägt. Gerade deshalb besitzt das Buch heute vor allem dokumentarischen Wert als Quelle zur Ideengeschichte des Antisemitismus. Hilaire Belloc, 1870 in Frankreich geboren und in England wirksam, war Dichter, Historiker, Journalist, Parlamentsabgeordneter und einer der profiliertesten katholischen Publizisten seiner Zeit. Seine Nähe zum Distributismus, seine Kritik am Liberalismus und Kapitalismus sowie die politischen Erschütterungen nach dem Ersten Weltkrieg bilden den Hintergrund dieses Werkes. Bellocs religiöse Weltdeutung und sein Interesse an Minderheiten, Nation und Staat erklären, ohne zu entschuldigen, die Argumentationsform des Buches. Empfohlen sei Die Juden daher nicht als verlässliche Darstellung jüdischer Geschichte, sondern als kritisch zu lesendes Dokument europäischer Geistes- und Vorurteilsgeschichte. Leserinnen und Leser, die sich mit Antisemitismusforschung, katholischer Publizistik oder den politischen Ängsten der Zwischenkriegszeit befassen, finden hier ein aufschlussreiches, problematisches und kontextbedürftiges Zeugnis.
Die Juden (1922) ist kein neutraler Überblick, sondern ein zeittypischer, polemisch-essayistischer Versuch, die Stellung jüdischer Minderheiten in Europa politisch, religiös und kulturell zu deuten. Bellocs Prosa verbindet historische Exkurse, katholische Sozialkritik und aphoristische Zuspitzung; zugleich ist der Text deutlich von den Vorurteilen und Kategorien der Zwischenkriegszeit geprägt. Gerade deshalb besitzt das Buch heute vor allem dokumentarischen Wert als Quelle zur Ideengeschichte des Antisemitismus. Hilaire Belloc, 1870 in Frankreich geboren und in England wirksam, war Dichter, Historiker, Journalist, Parlamentsabgeordneter und einer der profiliertesten katholischen Publizisten seiner Zeit. Seine Nähe zum Distributismus, seine Kritik am Liberalismus und Kapitalismus sowie die politischen Erschütterungen nach dem Ersten Weltkrieg bilden den Hintergrund dieses Werkes. Bellocs religiöse Weltdeutung und sein Interesse an Minderheiten, Nation und Staat erklären, ohne zu entschuldigen, die Argumentationsform des Buches. Empfohlen sei Die Juden daher nicht als verlässliche Darstellung jüdischer Geschichte, sondern als kritisch zu lesendes Dokument europäischer Geistes- und Vorurteilsgeschichte. Leserinnen und Leser, die sich mit Antisemitismusforschung, katholischer Publizistik oder den politischen Ängsten der Zwischenkriegszeit befassen, finden hier ein aufschlussreiches, problematisches und kontextbedürftiges Zeugnis.
Details
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
|---|---|
| Fachbereich: | Allgemeines |
| Genre: | Importe |
| Produktart: | Nachschlagewerke |
| Rubrik: | Völkerkunde |
| Medium: | Taschenbuch |
| Inhalt: | 152 S. |
| ISBN-13: | 9788028399542 |
| ISBN-10: | 8028399541 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Belloc, Hilaire |
| Hersteller: | Copycat |
| Verantwortliche Person für die EU: | Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com |
| Maße: | 229 x 152 x 9 mm |
| Von/Mit: | Hilaire Belloc |
| Erscheinungsdatum: | 12.08.2025 |
| Gewicht: | 0,231 kg |