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Beschreibung
Die Teufel (1871/72) entfaltet in einer russischen Provinzstadt ein düsteres Panorama politischer Verführung, moralischer Entwurzelung und metaphysischer Leere. Um die Figuren Stawrogin, Werchowenski und Schatow verdichtet Dostojewski die Konflikte zwischen Nihilismus, sozialistischem Utopismus, religiöser Sehnsucht und persönlicher Schuld. Der Roman verbindet kriminalistische Spannung, satirische Gesellschaftsanalyse und psychologische Tiefenbohrung; im Kontext des europäischen Realismus erscheint er zugleich als prophetische Studie revolutionärer Ideologien und ihrer zerstörerischen Dynamik. Fjodor M. Dostojewski, geprägt durch Haft, Scheinhinrichtung, sibirische Verbannung, Spielsucht und eine lebenslange Auseinandersetzung mit Orthodoxie und westlichem Rationalismus, schrieb aus existenzieller Erfahrung über Grenzsituationen des Menschen. Die Teufel reagiert auf zeitgenössische Debatten im Russland der 1860er Jahre sowie auf reale politische Gewalt, insbesondere den Netschajew-Fall. Dostojewskis biographische Nähe zu radikalen Zirkeln und seine spätere religiös-konservative Wendung verleihen dem Werk seine polemische Schärfe und innere Dringlichkeit. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die Literatur nicht bloß als Erzählung, sondern als geistiges Experiment begreifen. Die Teufel fordert Geduld, belohnt aber mit einer einzigartigen Analyse von Fanatismus, Charisma und Verantwortung. Wer die modernen Verwerfungen politischer Radikalisierung verstehen will, findet hier einen unerschöpflichen Klassiker.
Die Teufel (1871/72) entfaltet in einer russischen Provinzstadt ein düsteres Panorama politischer Verführung, moralischer Entwurzelung und metaphysischer Leere. Um die Figuren Stawrogin, Werchowenski und Schatow verdichtet Dostojewski die Konflikte zwischen Nihilismus, sozialistischem Utopismus, religiöser Sehnsucht und persönlicher Schuld. Der Roman verbindet kriminalistische Spannung, satirische Gesellschaftsanalyse und psychologische Tiefenbohrung; im Kontext des europäischen Realismus erscheint er zugleich als prophetische Studie revolutionärer Ideologien und ihrer zerstörerischen Dynamik. Fjodor M. Dostojewski, geprägt durch Haft, Scheinhinrichtung, sibirische Verbannung, Spielsucht und eine lebenslange Auseinandersetzung mit Orthodoxie und westlichem Rationalismus, schrieb aus existenzieller Erfahrung über Grenzsituationen des Menschen. Die Teufel reagiert auf zeitgenössische Debatten im Russland der 1860er Jahre sowie auf reale politische Gewalt, insbesondere den Netschajew-Fall. Dostojewskis biographische Nähe zu radikalen Zirkeln und seine spätere religiös-konservative Wendung verleihen dem Werk seine polemische Schärfe und innere Dringlichkeit. Empfohlen sei dieses Buch allen Lesern, die Literatur nicht bloß als Erzählung, sondern als geistiges Experiment begreifen. Die Teufel fordert Geduld, belohnt aber mit einer einzigartigen Analyse von Fanatismus, Charisma und Verantwortung. Wer die modernen Verwerfungen politischer Radikalisierung verstehen will, findet hier einen unerschöpflichen Klassiker.
Details
Erscheinungsjahr: 2024
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 500 S.
ISBN-13: 9788028374693
ISBN-10: 8028374697
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Dostojewski, Fjodor M.
Übersetzung: Röhl, Hermann
Hersteller: Sharp Ink
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 27 mm
Von/Mit: Fjodor M. Dostojewski
Erscheinungsdatum: 15.05.2024
Gewicht: 0,717 kg
Artikel-ID: 129277520