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Beschreibung
Die "Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie", Marx' 1841 eingereichte Dissertation, untersucht die antike Atomlehre nicht als bloße Vorstufe moderner Physik, sondern als philosophisches Drama der Freiheit. Im Vergleich von Demokrits Notwendigkeitsdenken und Epikurs Lehre vom clinamen liest Marx die Naturphilosophie als Ausdruck unterschiedlicher Selbstverhältnisse des Bewusstseins. Der Stil ist dicht, philologisch geschult und spekulativ; im Kontext des Junghegelianismus verbindet die Schrift klassische Altertumswissenschaft mit der Frage nach Autonomie und Entfremdung. Karl Marx, damals ein junger Gelehrter zwischen Hegelscher Dialektik, linkshegelianischer Religionskritik und politischer Radikalisierung, sucht hier noch vor der Kritik der politischen Ökonomie nach den philosophischen Bedingungen freier Praxis. Seine akademische Ausbildung in Bonn und Berlin, die Auseinandersetzung mit antiken Quellen sowie das Bedürfnis, idealistische Spekulation in konkrete Welt- und Naturverhältnisse zu übersetzen, prägen die Untersuchung. Gerade Epikur erscheint ihm als Denker, der gegen mechanische Determination eine minimale, aber entscheidende Möglichkeit des Abweichens behauptet. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Marx nicht nur als Ökonomen oder Revolutionär, sondern als scharfsinnigen Historiker der Philosophie kennenlernen möchten. Es erschließt die intellektuellen Ursprünge seines Freiheitsbegriffs und zeigt, wie sorgfältige Textauslegung gesellschaftstheoretische Sprengkraft gewinnen kann. Für Studien zu Antike, Hegel und Marxismus ist es ein anspruchsvoller, lohnender Ausgangspunkt.
Die "Differenz der demokritischen und epikureischen Naturphilosophie", Marx' 1841 eingereichte Dissertation, untersucht die antike Atomlehre nicht als bloße Vorstufe moderner Physik, sondern als philosophisches Drama der Freiheit. Im Vergleich von Demokrits Notwendigkeitsdenken und Epikurs Lehre vom clinamen liest Marx die Naturphilosophie als Ausdruck unterschiedlicher Selbstverhältnisse des Bewusstseins. Der Stil ist dicht, philologisch geschult und spekulativ; im Kontext des Junghegelianismus verbindet die Schrift klassische Altertumswissenschaft mit der Frage nach Autonomie und Entfremdung. Karl Marx, damals ein junger Gelehrter zwischen Hegelscher Dialektik, linkshegelianischer Religionskritik und politischer Radikalisierung, sucht hier noch vor der Kritik der politischen Ökonomie nach den philosophischen Bedingungen freier Praxis. Seine akademische Ausbildung in Bonn und Berlin, die Auseinandersetzung mit antiken Quellen sowie das Bedürfnis, idealistische Spekulation in konkrete Welt- und Naturverhältnisse zu übersetzen, prägen die Untersuchung. Gerade Epikur erscheint ihm als Denker, der gegen mechanische Determination eine minimale, aber entscheidende Möglichkeit des Abweichens behauptet. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Marx nicht nur als Ökonomen oder Revolutionär, sondern als scharfsinnigen Historiker der Philosophie kennenlernen möchten. Es erschließt die intellektuellen Ursprünge seines Freiheitsbegriffs und zeigt, wie sorgfältige Textauslegung gesellschaftstheoretische Sprengkraft gewinnen kann. Für Studien zu Antike, Hegel und Marxismus ist es ein anspruchsvoller, lohnender Ausgangspunkt.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Genre: Importe, Philosophie
Jahrhundert: Renaissance und Aufklärung
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 60 S.
ISBN-13: 9788027386802
ISBN-10: 8027386802
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Marx, Karl
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 5 mm
Von/Mit: Karl Marx
Erscheinungsdatum: 23.05.2023
Gewicht: 0,113 kg
Artikel-ID: 126984571