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Beschreibung
Englands Wirtschaftskrieg gegen Deutschland untersucht die britische Strategie, den Ersten Weltkrieg nicht allein militärisch, sondern durch Blockade, Kreditpolitik und Kontrolle des Welthandels zu entscheiden. Stresemann verbindet ökonomische Statistik mit publizistischer Polemik und zeichnet ein Bild von England als Seemacht, die Deutschlands industrielle Entfaltung systematisch eindämmen wolle. Der Stil ist argumentativ, dicht und zeitgebunden; im Kontext der Kriegs- und Wirtschaftsliteratur des Kaiserreichs steht die Schrift zwischen Analyse internationaler Märkte und politischer Mobilisierung. Gustav Stresemann, ausgebildeter Nationalökonom und erfahrener Interessenvertreter der sächsischen Industrie, schrieb aus unmittelbarer Nähe zu Handel, Export und Verbandspolitik. Als nationalliberaler Reichstagsabgeordneter beobachtete er die Verwundbarkeit der deutschen Wirtschaft im globalen Machtgefüge und deutete sie im Licht imperialer Konkurrenz. Seine spätere Rolle als Außenminister und Friedensnobelpreisträger verleiht der Schrift rückblickend besondere Spannung: Sie zeigt den jungen Stresemann vor seiner Politik der Verständigung. Empfehlenswert ist das Buch für Leser, die die geistigen Voraussetzungen deutscher Kriegsziele, die Wahrnehmung britischer Seemacht und die ökonomische Dimension des Weltkriegs verstehen wollen. Man sollte es nicht als neutrale Studie, sondern als historisches Dokument lesen: aufschlussreich in seinen Daten, bezeichnend in seinen Feindbildern und unverzichtbar für die Erforschung politischer Ökonomie im Krieg.
Englands Wirtschaftskrieg gegen Deutschland untersucht die britische Strategie, den Ersten Weltkrieg nicht allein militärisch, sondern durch Blockade, Kreditpolitik und Kontrolle des Welthandels zu entscheiden. Stresemann verbindet ökonomische Statistik mit publizistischer Polemik und zeichnet ein Bild von England als Seemacht, die Deutschlands industrielle Entfaltung systematisch eindämmen wolle. Der Stil ist argumentativ, dicht und zeitgebunden; im Kontext der Kriegs- und Wirtschaftsliteratur des Kaiserreichs steht die Schrift zwischen Analyse internationaler Märkte und politischer Mobilisierung. Gustav Stresemann, ausgebildeter Nationalökonom und erfahrener Interessenvertreter der sächsischen Industrie, schrieb aus unmittelbarer Nähe zu Handel, Export und Verbandspolitik. Als nationalliberaler Reichstagsabgeordneter beobachtete er die Verwundbarkeit der deutschen Wirtschaft im globalen Machtgefüge und deutete sie im Licht imperialer Konkurrenz. Seine spätere Rolle als Außenminister und Friedensnobelpreisträger verleiht der Schrift rückblickend besondere Spannung: Sie zeigt den jungen Stresemann vor seiner Politik der Verständigung. Empfehlenswert ist das Buch für Leser, die die geistigen Voraussetzungen deutscher Kriegsziele, die Wahrnehmung britischer Seemacht und die ökonomische Dimension des Weltkriegs verstehen wollen. Man sollte es nicht als neutrale Studie, sondern als historisches Dokument lesen: aufschlussreich in seinen Daten, bezeichnend in seinen Feindbildern und unverzichtbar für die Erforschung politischer Ökonomie im Krieg.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Fachbereich: Wirtschaft International
Genre: Importe, Wirtschaft
Rubrik: Recht & Wirtschaft
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 32 S.
ISBN-13: 9788027368303
ISBN-10: 8027368308
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Stresemann, Gustav
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Gustav Stresemann
Erscheinungsdatum: 19.02.2023
Gewicht: 0,064 kg
Artikel-ID: 134417351