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Beschreibung
Felix Holt, der Radikale (1866) verlegt die Handlung in eine englische Provinzstadt zur Zeit der ersten Wahlrechtsreform von 1832. George Eliot verbindet Erbschaftsintrige, Liebesgeschichte und politische Auseinandersetzung zu einem dichten Gesellschaftsroman, in dem demokratische Rhetorik, Klasseninteressen und moralische Bildung einander prüfen. Ihr realistischer Stil-analytisch, ironisch, psychologisch genau-stellt das Werk in die Tradition des viktorianischen Problemromans, doch seine Aufmerksamkeit für Gewissen und soziale Folgen verleiht ihm philosophische Schärfe. George Eliot, das Pseudonym Mary Ann Evans', kannte die intellektuellen Kämpfe ihrer Epoche aus nächster Nähe: als Übersetzerin, Kritikerin und Redakteurin der Westminster Review begegnete sie positivistischer Philosophie, religiösem Zweifel und liberaler Reformpolitik. Ihre Herkunft aus den Midlands und ihr Blick auf Handwerk, Dissentertum und ländlich-industrielle Umbrüche lieferten den Erfahrungsboden für Treby Magna und für Felix, dessen Radikalismus weniger Parteiprogramm als ethische Selbstdisziplin bedeutet. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die politische Literatur nicht als bloßes Manifest, sondern als Untersuchung menschlicher Motive schätzen. Felix Holt, der Radikale zeigt, wie öffentliche Reform ohne private Verantwortung hohl bleibt, und wie persönliche Entscheidungen historische Kräfte sichtbar machen. Wer Middlemarch bewundert oder den Ursprung moderner Sozialromane verstehen möchte, findet hier ein anspruchsvolles, überraschend aktuelles Werk.
Felix Holt, der Radikale (1866) verlegt die Handlung in eine englische Provinzstadt zur Zeit der ersten Wahlrechtsreform von 1832. George Eliot verbindet Erbschaftsintrige, Liebesgeschichte und politische Auseinandersetzung zu einem dichten Gesellschaftsroman, in dem demokratische Rhetorik, Klasseninteressen und moralische Bildung einander prüfen. Ihr realistischer Stil-analytisch, ironisch, psychologisch genau-stellt das Werk in die Tradition des viktorianischen Problemromans, doch seine Aufmerksamkeit für Gewissen und soziale Folgen verleiht ihm philosophische Schärfe. George Eliot, das Pseudonym Mary Ann Evans', kannte die intellektuellen Kämpfe ihrer Epoche aus nächster Nähe: als Übersetzerin, Kritikerin und Redakteurin der Westminster Review begegnete sie positivistischer Philosophie, religiösem Zweifel und liberaler Reformpolitik. Ihre Herkunft aus den Midlands und ihr Blick auf Handwerk, Dissentertum und ländlich-industrielle Umbrüche lieferten den Erfahrungsboden für Treby Magna und für Felix, dessen Radikalismus weniger Parteiprogramm als ethische Selbstdisziplin bedeutet. Empfohlen sei dieser Roman allen Leserinnen und Lesern, die politische Literatur nicht als bloßes Manifest, sondern als Untersuchung menschlicher Motive schätzen. Felix Holt, der Radikale zeigt, wie öffentliche Reform ohne private Verantwortung hohl bleibt, und wie persönliche Entscheidungen historische Kräfte sichtbar machen. Wer Middlemarch bewundert oder den Ursprung moderner Sozialromane verstehen möchte, findet hier ein anspruchsvolles, überraschend aktuelles Werk.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 320 S.
ISBN-13: 9788028395704
ISBN-10: 8028395708
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Elliot, George
Hersteller: Copycat
Verantwortliche Person für die EU: Copycat s.r.o., 22, Holesovice, Schnirchova 662, ?-170 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 18 mm
Von/Mit: George Elliot
Erscheinungsdatum: 24.06.2025
Gewicht: 0,466 kg
Artikel-ID: 133595351