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Für Michail Ryklin ist dieses Drama persönliche Geschichte. Die Söhne des Urgroßvaters, eines Geistlichen in Smolensk, gehörten zur bolschewistischen Elite. Nikolaj Tschaplin stieg in der Jugendorganisation Komsomol bis zur Führungsebene auf, Sergej, ein paar Jahre jünger, arbeitete schon mit fünfzehn als Kurier und war später für den Auslandsgeheimdienst in Finnland und Estland tätig. Der eine wirkte von innen für die Revolution, der andere wollte sie in die Welt tragen - bis beide in die Mühlen des Terrors gerieten.
Gestützt auf Archivmaterial und Erinnerungen von Zeitzeugen rekonstruiert Ryklin das Leben und den gewaltsamen Tod seiner Verwandten, die Teil des sowjetischen Herrschaftssystems waren. Sein erschütternder Bericht konfrontiert uns mit dem Innersten der totalitären Macht und dem Versuch Einzelner, ihre menschliche Integrität zu behaupten.
Für Michail Ryklin ist dieses Drama persönliche Geschichte. Die Söhne des Urgroßvaters, eines Geistlichen in Smolensk, gehörten zur bolschewistischen Elite. Nikolaj Tschaplin stieg in der Jugendorganisation Komsomol bis zur Führungsebene auf, Sergej, ein paar Jahre jünger, arbeitete schon mit fünfzehn als Kurier und war später für den Auslandsgeheimdienst in Finnland und Estland tätig. Der eine wirkte von innen für die Revolution, der andere wollte sie in die Welt tragen - bis beide in die Mühlen des Terrors gerieten.
Gestützt auf Archivmaterial und Erinnerungen von Zeitzeugen rekonstruiert Ryklin das Leben und den gewaltsamen Tod seiner Verwandten, die Teil des sowjetischen Herrschaftssystems waren. Sein erschütternder Bericht konfrontiert uns mit dem Innersten der totalitären Macht und dem Versuch Einzelner, ihre menschliche Integrität zu behaupten.
Volker Weichsel, geboren 1973, Slawist, Politikwissenschaftler, Redakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Übersetzer u.a. aus dem Russischen, Französischen und Tschechischen. Bei Suhrkamp erschienen zuletzt seine Übersetzungen von Artur Klinau: Acht Tage Revolution. Ein dokumentarisches Journal aus Minsk (es 2772) und Olga Shparaga: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht (es 2769).
Erste Teilung des Himmels
Die Revolution - ein Fest
Das »Gewissen Russlands« entlarvt die Bolschewiki
Das Russland, das wir verloren haben
Begegnung mit Lenin
Von der Verblendung zur Ernüchterung
Todgeweihter Ikarus
»Auf leninsche Art leben«. Nikolai Tschaplin an der Spitze des Komsomol
Stalins Günstling Besso Lominadse
Beim Geheimdienst
Der Fall der gefälschten Tscherwonzen
Die Jahre 1931-1937
»Stalins Schüler, Genosse Kossarew«
Die Apokalypse des Jahres 1937
Zweiter Teil: Die Revolution endet an der Kolyma
Die Leningrader Akte Nr. 20278-38. Verhaftung, Ermittlung, Urteil
»Ein anderes Leben brauche ich nicht«
»Politisches Vertrauen«
Zum »Spion« erklärt. Der Fall Georgi Shshonow
Deportation 1 - Transsib
Deportation 2 - Auf der »Dshurma«. Die Fahrten des Jahres 1939
Wie man ein Kolyma-Häftling wird
Im Außenlager »Kilometer 47«
Im Metallurgiekombinat »Wakchanka«. Lagerverfahren Nr. 5677
»Schicksalswende«
Im Bergwerk Werchni
Protest
»Der Schlitten« - Das Woron-Paradox
Schluss
Tauwetter
Der Name Stalin
| Erscheinungsjahr: | 2019 |
|---|---|
| Genre: | Geschichte |
| Jahrhundert: | 20. Jahrhundert |
| Rubrik: | Geisteswissenschaften |
| Medium: | Buch |
| Inhalt: | 336 S. |
| ISBN-13: | 9783518427736 |
| ISBN-10: | 3518427733 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Gebunden |
| Autor: | Ryklin, Michail |
| Übersetzung: |
Grebing, Sabine
Weichsel, Volker |
| Hersteller: | Suhrkamp |
| Verantwortliche Person für die EU: | Suhrkamp Verlag GmbH, Torstr. 44, D-10119 Berlin, info@suhrkamp.de |
| Maße: | 218 x 146 x 30 mm |
| Von/Mit: | Michail Ryklin |
| Erscheinungsdatum: | 02.04.2019 |
| Gewicht: | 0,498 kg |