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Beschreibung
»Narratives on Just War in International Law«: A large part of contemporary legal scholarship maintains the opinion that 'bellum iustum' doctrine was never part of international law. However, the subject remains controversial. The work in hand attempts to cast new light on the longstanding 'bellum iustum - bellum legale' controversy in correspondence with the more recent narrative turn in international law. It is shown that any categorical denial of the just war doctrine in international law is flawed from the outset since law is value related. / Das Narrativ vom 'bellum legale', also des Ausschlusses »gerechter« Kriegsgründe aus dem kollektiven Sicherheitssystem, hat den 'bellum iustum'-Begriff im Völkerrecht nicht unschädlich gemacht, noch könnte es das. Denn selbst wenn man glaubt, der Lesart einer positivistischen Adaption des 'bellum iustum'-Begriffs rigoros eine Absage erteilen zu müssen, kommt man letztlich nicht umhin zuzugestehen, dass der Rekurs auf naturrechtliche Gedanken nicht ausgeschlossen werden kann, da Recht wertbezogen ist. Das Völkerrecht und seine Narrative können den 'bellum iustum'-Begriff nicht »überwinden«. Sie können ihn allenfalls in ihrem Sinne prägen beziehungsweise zu prägen versuchen. Denn das Völkerrecht ist im Kern ein Recht des Krieges und des Friedens, 'de jure belli ac pacis'. Das heißt, eine völkerrechtliche Kriegsrechtfertigung kann nicht wertfrei sein. Letztlich kann es hier lediglich um eine begriffliche respektive narrative Distanzierung zu Gerechtigkeitsvorstellungen gehen. / Dissertationsschrift
»Narratives on Just War in International Law«: A large part of contemporary legal scholarship maintains the opinion that 'bellum iustum' doctrine was never part of international law. However, the subject remains controversial. The work in hand attempts to cast new light on the longstanding 'bellum iustum - bellum legale' controversy in correspondence with the more recent narrative turn in international law. It is shown that any categorical denial of the just war doctrine in international law is flawed from the outset since law is value related. / Das Narrativ vom 'bellum legale', also des Ausschlusses »gerechter« Kriegsgründe aus dem kollektiven Sicherheitssystem, hat den 'bellum iustum'-Begriff im Völkerrecht nicht unschädlich gemacht, noch könnte es das. Denn selbst wenn man glaubt, der Lesart einer positivistischen Adaption des 'bellum iustum'-Begriffs rigoros eine Absage erteilen zu müssen, kommt man letztlich nicht umhin zuzugestehen, dass der Rekurs auf naturrechtliche Gedanken nicht ausgeschlossen werden kann, da Recht wertbezogen ist. Das Völkerrecht und seine Narrative können den 'bellum iustum'-Begriff nicht »überwinden«. Sie können ihn allenfalls in ihrem Sinne prägen beziehungsweise zu prägen versuchen. Denn das Völkerrecht ist im Kern ein Recht des Krieges und des Friedens, 'de jure belli ac pacis'. Das heißt, eine völkerrechtliche Kriegsrechtfertigung kann nicht wertfrei sein. Letztlich kann es hier lediglich um eine begriffliche respektive narrative Distanzierung zu Gerechtigkeitsvorstellungen gehen. / Dissertationsschrift
Inhaltsverzeichnis
Einführung1. Die 'bellum iustum'-Tradition und die Herkunft des 'ius gentium'2. Das Narrativ der »Ent-Rechtlichung« der Kriegslegitimation3. Das Narrativ vom positivistischen 19. Jahrhundert4. Das Narrativ vom 'bellum legale'5. Das Narrativ vom positiven Frieden6. Rechtfertigungsnarrative zur unilateralen Gewaltanwendung7. Das Narrativ einer internationalen Schutzverantwortung8. Das Konstitutionalisierungsnarrativ9. Das Fortschrittsnarrativ im Völkerrecht10. Der 'bellum iustum-' Begriff im Kontext von Politik, Recht und Macht11. SchlussbetrachtungLiteraturverzeichnisSachverzeichnis
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Fachbereich: Öffentliches Recht
Genre: Recht, Sozialwissenschaften, Wirtschaft
Produktart: Nachschlagewerke
Rubrik: Recht & Wirtschaft
Medium: Buch
Inhalt: 318 S.
ISBN-13: 9783428185436
ISBN-10: 3428185439
Sprache: Deutsch
Herstellernummer: 18543
Einband: Gebunden
Autor: Dolezik, Joachim
Hersteller: Duncker & Humblot
Verantwortliche Person für die EU: Duncker & Humblot GmbH, Carl-Heinrich-Becker-Weg 9, D-12165 Berlin, info@duncker-humblot.de
Maße: 21 x 163 x 237 mm
Von/Mit: Joachim Dolezik
Erscheinungsdatum: 19.09.2022
Gewicht: 0,584 kg
Artikel-ID: 121978525

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