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Beschreibung
Im August 1973 stürmte ein bewaffneter Bankräuber eine Bank am Stockholmer Norrmalmstorg-Platz und nahm vier Angestellte als Geiseln. Sechs Tage lang waren sie zusammen im Tresorraum eingesperrt. Als die Polizei die Geiseln endlich befreite, ereignete sich etwas Unfassbares: Die Opfer verteidigten ihren Entführer, weigerten sich gegen ihn auszusagen und sammelten später sogar Geld für seine Anwaltskosten. Das "Stockholm-Syndrom" war geboren.Für Außenstehende wirkt diese Empathie gegenüber einem Peiniger völlig irrational. Forensische Psychologen wissen jedoch, dass dies kein Wahnsinn ist, sondern ein brillanter, evolutionärer Abwehrmechanismus. Wenn das Gehirn absoluter Lebensgefahr und totaler Abhängigkeit ausgesetzt ist, erzeugt es kognitive Dissonanz. Um die konstante Todesangst psychisch zu überleben, beginnt das Opfer, winzige Akte der Gnade - etwa die Erlaubnis, Wasser zu trinken - als echte Zuneigung zu interpretieren. Die Identifikation mit dem Täter ist die ultimative Überlebensstrategie.Dieses Fachbuch dekonstruiert die Neurologie traumatischer Bindungen. Sie analysieren die Dynamik von Macht und Ohnmacht, die fehlerhaften Mediennarrative und die Anwendung dieses Prinzips auf häusliche Gewalt und sektenartige Strukturen.Blicken Sie in die komplexen Mechanismen der menschlichen Psyche. Verstehen Sie, wie extremer Stress den Verstand zwingt, den eigenen Feind zu lieben, um das physische Überleben zu sichern.
Im August 1973 stürmte ein bewaffneter Bankräuber eine Bank am Stockholmer Norrmalmstorg-Platz und nahm vier Angestellte als Geiseln. Sechs Tage lang waren sie zusammen im Tresorraum eingesperrt. Als die Polizei die Geiseln endlich befreite, ereignete sich etwas Unfassbares: Die Opfer verteidigten ihren Entführer, weigerten sich gegen ihn auszusagen und sammelten später sogar Geld für seine Anwaltskosten. Das "Stockholm-Syndrom" war geboren.Für Außenstehende wirkt diese Empathie gegenüber einem Peiniger völlig irrational. Forensische Psychologen wissen jedoch, dass dies kein Wahnsinn ist, sondern ein brillanter, evolutionärer Abwehrmechanismus. Wenn das Gehirn absoluter Lebensgefahr und totaler Abhängigkeit ausgesetzt ist, erzeugt es kognitive Dissonanz. Um die konstante Todesangst psychisch zu überleben, beginnt das Opfer, winzige Akte der Gnade - etwa die Erlaubnis, Wasser zu trinken - als echte Zuneigung zu interpretieren. Die Identifikation mit dem Täter ist die ultimative Überlebensstrategie.Dieses Fachbuch dekonstruiert die Neurologie traumatischer Bindungen. Sie analysieren die Dynamik von Macht und Ohnmacht, die fehlerhaften Mediennarrative und die Anwendung dieses Prinzips auf häusliche Gewalt und sektenartige Strukturen.Blicken Sie in die komplexen Mechanismen der menschlichen Psyche. Verstehen Sie, wie extremer Stress den Verstand zwingt, den eigenen Feind zu lieben, um das physische Überleben zu sichern.
Details
Empfohlen (von): 1
Genre: Psychologie
Produktart: Ratgeber
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Titelzusatz: Geiselnahme, Empathie, und die neurologische Umkehrung von Feindbildern in der modernen forensischen Kriminalpsychologie.DE
ISBN-13: 9783565385638
ISBN-10: 3565385634
Sprache: Deutsch
Autor: Hering, Henrike
Hersteller: epubli
Verantwortliche Person für die EU: Neopubli GmbH (Imprint: epubli), Köpenicker Str. 154a, D-10997 Berlin, produktsicherheit@epubli.com
Maße: 7 x 210 x 297 mm
Von/Mit: Henrike Hering
Gewicht: 0,319 kg
Artikel-ID: 134978052

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