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Beschreibung
Diese Studie ist die erste umfassende Monographie zum literarischen Werk der Philosophin Sarah Kofman (1934-1994). Aus den Einzelanalysen wird deutlich, dass die sprachlichen Verfahren der Autorin als Widerspruch zum Geschichtsrevisionismus in Frankreich zu verstehen sind. Die Hinwendung Kofmans zum Literarischen ist damit auch eine Reaktion der Überlebenden auf die Leugnung der Kollaboration und die Verdrängung der Mitverantwortung Frankreichs an der Deportation und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Im Vichy-Frankreich unter Pétain wurde eine nationalistisch und rassistisch geprägte Veränderung der französischen Gesellschaft angestrebt, ein Umstand, der im französischen Gedächtnis später mit dem Narrativ der Befreiung als Ergebnis eines im Widerstand geeinten Frankreichs überdeckt wurde. Die Studie zeigt, wie die Autorin gegen diese blockierten Gedächtnisse angeschrieben hat. Die literarischen Repräsentationen französisch-jüdischer Geschichtserfahrung gehen in der Familiengeschichte von Sarah Kofman nicht auf, sondern verweisen auf eine kollektive Erfahrung, die im Werk der Autorin erinnert wird. So erschließt die Studie erstmals die gedächtnisgeschichtliche Bedeutung von Kofmans literarischem Schreiben.
Diese Studie ist die erste umfassende Monographie zum literarischen Werk der Philosophin Sarah Kofman (1934-1994). Aus den Einzelanalysen wird deutlich, dass die sprachlichen Verfahren der Autorin als Widerspruch zum Geschichtsrevisionismus in Frankreich zu verstehen sind. Die Hinwendung Kofmans zum Literarischen ist damit auch eine Reaktion der Überlebenden auf die Leugnung der Kollaboration und die Verdrängung der Mitverantwortung Frankreichs an der Deportation und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Im Vichy-Frankreich unter Pétain wurde eine nationalistisch und rassistisch geprägte Veränderung der französischen Gesellschaft angestrebt, ein Umstand, der im französischen Gedächtnis später mit dem Narrativ der Befreiung als Ergebnis eines im Widerstand geeinten Frankreichs überdeckt wurde. Die Studie zeigt, wie die Autorin gegen diese blockierten Gedächtnisse angeschrieben hat. Die literarischen Repräsentationen französisch-jüdischer Geschichtserfahrung gehen in der Familiengeschichte von Sarah Kofman nicht auf, sondern verweisen auf eine kollektive Erfahrung, die im Werk der Autorin erinnert wird. So erschließt die Studie erstmals die gedächtnisgeschichtliche Bedeutung von Kofmans literarischem Schreiben.
Zusammenfassung
Esra Akkaya, Universität Duisburg-Essen.
Details
Erscheinungsjahr: 2025
Genre: Religion & Theologie
Religion: Judentum
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Buch
Übersetzungstitel: Sarah Kofman's Literary Oeuvre: France's Suppressed Memories
Inhalt: VII
158 S.
ISBN-13: 9783111355498
ISBN-10: 3111355497
Sprache: Deutsch
Einband: Gebunden
Autor: Dg De Gruyter
Hersteller: Oldenbourg
Verantwortliche Person für die EU: Walter de Gruyter GmbH, De Gruyter GmbH, Genthiner Str. 13, D-10785 Berlin, productsafety@degruyterbrill.com
Maße: 235 x 161 x 14 mm
Von/Mit: Dg De Gruyter
Erscheinungsdatum: 06.05.2025
Gewicht: 0,367 kg
Artikel-ID: 132556500