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Beschreibung
Schloß und Fabrik verbindet den Gesellschaftsroman des Vormärz mit der frühen Industriekritik. Im Kontrast von adligem Schloss und mechanisierter Arbeitswelt entfaltet Louise Otto ein Panorama sozialer Abhängigkeit, in dem Standesdünkel, Fabrikdisziplin und weibliche Handlungsspielräume aufeinanderprallen. Ihr Stil ist zugleich empfindsam und analytisch: melodramatische Konflikte, genaue Milieubeobachtung und moralische Argumentation dienen einer Literatur, die ästhetische Wirkung mit gesellschaftlicher Diagnose verbindet. Als sozialer Roman vor der Revolution von 1848, zudem von Zensur betroffen, steht das Werk an einer Schnittstelle von bürgerlichem Realismus, politischer Publizistik und Frauenliteratur. Louise Otto-Peters, geboren 1819 in Meißen, gehörte zu den prägenden Stimmen der deutschen Frauenbewegung und des demokratischen Vormärz. Ihre Aufmerksamkeit für Arbeiterelend, Bildung, Ehe- und Eigentumsfragen erwuchs aus unmittelbarer Beobachtung sächsischer Industrialisierung und aus publizistischem Engagement. Dass sie später die Frauen-Zeitung herausgab und organisierte Frauenrechte forderte, erklärt die im Roman erkennbare Verbindung von sozialer Frage und weiblicher Selbstbestimmung. Empfohlen sei Schloß und Fabrik allen, die Literatur nicht nur als Spiegel, sondern als Intervention begreifen. Das Buch eröffnet einen seltenen weiblichen Blick auf Klassenkonflikte des 19. Jahrhunderts und bleibt für Leserinnen und Leser der Sozial-, Gender- und Literaturgeschichte von bemerkenswerter Aktualität.
Schloß und Fabrik verbindet den Gesellschaftsroman des Vormärz mit der frühen Industriekritik. Im Kontrast von adligem Schloss und mechanisierter Arbeitswelt entfaltet Louise Otto ein Panorama sozialer Abhängigkeit, in dem Standesdünkel, Fabrikdisziplin und weibliche Handlungsspielräume aufeinanderprallen. Ihr Stil ist zugleich empfindsam und analytisch: melodramatische Konflikte, genaue Milieubeobachtung und moralische Argumentation dienen einer Literatur, die ästhetische Wirkung mit gesellschaftlicher Diagnose verbindet. Als sozialer Roman vor der Revolution von 1848, zudem von Zensur betroffen, steht das Werk an einer Schnittstelle von bürgerlichem Realismus, politischer Publizistik und Frauenliteratur. Louise Otto-Peters, geboren 1819 in Meißen, gehörte zu den prägenden Stimmen der deutschen Frauenbewegung und des demokratischen Vormärz. Ihre Aufmerksamkeit für Arbeiterelend, Bildung, Ehe- und Eigentumsfragen erwuchs aus unmittelbarer Beobachtung sächsischer Industrialisierung und aus publizistischem Engagement. Dass sie später die Frauen-Zeitung herausgab und organisierte Frauenrechte forderte, erklärt die im Roman erkennbare Verbindung von sozialer Frage und weiblicher Selbstbestimmung. Empfohlen sei Schloß und Fabrik allen, die Literatur nicht nur als Spiegel, sondern als Intervention begreifen. Das Buch eröffnet einen seltenen weiblichen Blick auf Klassenkonflikte des 19. Jahrhunderts und bleibt für Leserinnen und Leser der Sozial-, Gender- und Literaturgeschichte von bemerkenswerter Aktualität.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 196 S.
ISBN-13: 9788027250998
ISBN-10: 8027250994
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Otto, Louise
Hersteller: Musaicum Books
Verantwortliche Person für die EU: OK Publishing s.r.o., 20a, Kosíre, Zahradníckova 1220, ?-150 00 Prague, obrody@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 10 mm
Von/Mit: Louise Otto
Erscheinungsdatum: 04.12.2022
Gewicht: 0,273 kg
Artikel-ID: 129676968