Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Beschreibung
Schulmeisters Marie ist ein Liebesroman der bürgerlichen Gefühlskultur, in dem Marlitt die soziale Bescheidenheit einer Lehrerfamilie mit Fragen von Bildung, Ehre und weiblicher Selbstachtung verbindet. Die Handlung entfaltet sich weniger als bloße Idylle denn als moralisch zugespitzte Prüfung: Liebe muss sich gegen Standesdünkel, Vorurteil und ökonomische Abhängigkeit behaupten. In klarer, anschaulicher Prosa und mit jener Mischung aus Spannung, Sentiment und sozialer Beobachtung, die die Familienzeitschrift Die Gartenlaube prägte, steht der Text im Kontext des deutschsprachigen Realismus und seiner populären Lesekultur. Eugenie Marlitt, das Pseudonym Friederieke Henriette Christiane Eugenie Johns, kannte die Grenzen weiblicher Lebensentwürfe im 19. Jahrhundert aus eigener Erfahrung. Ihre Herkunft aus Thüringen, ihre musikalische Ausbildung und ihre Tätigkeit im höfischen Umfeld schärften ihren Blick für soziale Hierarchien und die Bedeutung kultureller Bildung. Als Erfolgsautorin der Gartenlaube entwickelte sie ein Erzählmodell, das weibliche Integrität, Bildung und moralische Urteilskraft gegen Geburt und Besitz aufwertet; Schulmeisters Marie lässt sich als konzentrierte Ausprägung dieses Programms lesen. Empfehlenswert ist das Buch für Leserinnen und Leser, die den populären Realismus jenseits des Kanons entdecken möchten. Es bietet nicht nur eine bewegende Liebesgeschichte, sondern auch ein aufschlussreiches Dokument bürgerlicher Werte, weiblicher Handlungsspielräume und literarischer Massenkultur. Wer historische Unterhaltung mit sozialer Schärfe sucht, findet hier eine kluge, zugängliche Lektüre.
Schulmeisters Marie ist ein Liebesroman der bürgerlichen Gefühlskultur, in dem Marlitt die soziale Bescheidenheit einer Lehrerfamilie mit Fragen von Bildung, Ehre und weiblicher Selbstachtung verbindet. Die Handlung entfaltet sich weniger als bloße Idylle denn als moralisch zugespitzte Prüfung: Liebe muss sich gegen Standesdünkel, Vorurteil und ökonomische Abhängigkeit behaupten. In klarer, anschaulicher Prosa und mit jener Mischung aus Spannung, Sentiment und sozialer Beobachtung, die die Familienzeitschrift Die Gartenlaube prägte, steht der Text im Kontext des deutschsprachigen Realismus und seiner populären Lesekultur. Eugenie Marlitt, das Pseudonym Friederieke Henriette Christiane Eugenie Johns, kannte die Grenzen weiblicher Lebensentwürfe im 19. Jahrhundert aus eigener Erfahrung. Ihre Herkunft aus Thüringen, ihre musikalische Ausbildung und ihre Tätigkeit im höfischen Umfeld schärften ihren Blick für soziale Hierarchien und die Bedeutung kultureller Bildung. Als Erfolgsautorin der Gartenlaube entwickelte sie ein Erzählmodell, das weibliche Integrität, Bildung und moralische Urteilskraft gegen Geburt und Besitz aufwertet; Schulmeisters Marie lässt sich als konzentrierte Ausprägung dieses Programms lesen. Empfehlenswert ist das Buch für Leserinnen und Leser, die den populären Realismus jenseits des Kanons entdecken möchten. Es bietet nicht nur eine bewegende Liebesgeschichte, sondern auch ein aufschlussreiches Dokument bürgerlicher Werte, weiblicher Handlungsspielräume und literarischer Massenkultur. Wer historische Unterhaltung mit sozialer Schärfe sucht, findet hier eine kluge, zugängliche Lektüre.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 40 S.
ISBN-13: 9788027351718
ISBN-10: 8027351715
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Marlitt, Eugenie
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Eugenie Marlitt
Erscheinungsdatum: 15.12.2022
Gewicht: 0,075 kg
Artikel-ID: 127836970