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Beschreibung
In "Totem und Tabu" (1913) unternimmt Sigmund Freud den kühnen Versuch, Psychoanalyse, Ethnologie und Religionsgeschichte zu einer Theorie der Kulturentstehung zu verbinden. Ausgehend von Berichten über Totemismus, Exogamie, Tabuvorschriften und sogenannte primitive Gesellschaften deutet Freud religiöse und soziale Ordnungen als Spuren verdrängter psychischer Konflikte. Sein Stil verbindet klinische Argumentation, spekulative Rekonstruktion und gelehrte Quellenarbeit; literarisch steht das Werk im Kontext der frühen Moderne, in der Wissenschaft, Mythos und Ursprungserzählung neu verhandelt wurden. Freud, Begründer der Psychoanalyse, schrieb dieses Buch vor dem Hintergrund seiner Arbeiten zu Traumdeutung, Neurose und dem Ödipuskomplex. Sein Interesse galt nicht allein dem einzelnen Patienten, sondern der Frage, ob unbewusste Triebkräfte auch kollektive Institutionen prägen. Die Auseinandersetzung mit Anthropologen wie Frazer und Robertson Smith bot ihm Material, um familiäre Schuld, Vatermord, Verbot und Ritual zu einer weitreichenden Kulturhypothese zu formen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Freuds Denken in seiner ambitioniertesten kulturtheoretischen Gestalt kennenlernen möchten. Auch wo seine ethnologischen Voraussetzungen heute kritisch zu prüfen sind, bleibt "Totem und Tabu" ein faszinierendes Dokument intellektueller Kühnheit und ein Schlüsseltext zur modernen Deutung von Religion, Moral und Gesellschaft.
In "Totem und Tabu" (1913) unternimmt Sigmund Freud den kühnen Versuch, Psychoanalyse, Ethnologie und Religionsgeschichte zu einer Theorie der Kulturentstehung zu verbinden. Ausgehend von Berichten über Totemismus, Exogamie, Tabuvorschriften und sogenannte primitive Gesellschaften deutet Freud religiöse und soziale Ordnungen als Spuren verdrängter psychischer Konflikte. Sein Stil verbindet klinische Argumentation, spekulative Rekonstruktion und gelehrte Quellenarbeit; literarisch steht das Werk im Kontext der frühen Moderne, in der Wissenschaft, Mythos und Ursprungserzählung neu verhandelt wurden. Freud, Begründer der Psychoanalyse, schrieb dieses Buch vor dem Hintergrund seiner Arbeiten zu Traumdeutung, Neurose und dem Ödipuskomplex. Sein Interesse galt nicht allein dem einzelnen Patienten, sondern der Frage, ob unbewusste Triebkräfte auch kollektive Institutionen prägen. Die Auseinandersetzung mit Anthropologen wie Frazer und Robertson Smith bot ihm Material, um familiäre Schuld, Vatermord, Verbot und Ritual zu einer weitreichenden Kulturhypothese zu formen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Freuds Denken in seiner ambitioniertesten kulturtheoretischen Gestalt kennenlernen möchten. Auch wo seine ethnologischen Voraussetzungen heute kritisch zu prüfen sind, bleibt "Totem und Tabu" ein faszinierendes Dokument intellektueller Kühnheit und ein Schlüsseltext zur modernen Deutung von Religion, Moral und Gesellschaft.
Details
Erscheinungsjahr: 2023
Fachbereich: Psychoanalyse
Genre: Importe, Psychologie
Rubrik: Geisteswissenschaften
Medium: Taschenbuch
Inhalt: 116 S.
ISBN-13: 9788027381937
ISBN-10: 8027381932
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Freud, Sigmund
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: e-artnow s.r.o., Za Sidlistem 22, ?-143 00 Prague, kristoferpaetau@gmail.com
Maße: 229 x 152 x 7 mm
Von/Mit: Sigmund Freud
Erscheinungsdatum: 24.05.2023
Gewicht: 0,181 kg
Artikel-ID: 126985024

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