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Beschreibung
Unverstanden entfaltet die Konflikte einer bürgerlichen Lebenswelt, in der Gefühl, Pflicht und gesellschaftliche Deutungshoheit miteinander ringen. Der Roman arbeitet weniger mit äußerer Sensation als mit der allmählichen Freilegung seelischer Missverständnisse: Gesten, Schweigen und Konventionen werden zu Kräften, die Schicksale bestimmen. In der Tradition des deutschsprachigen Familien- und Gesellschaftsromans des späten 19. Jahrhunderts verbindet Heimburg realistische Milieubeobachtung mit melodramatischer Spannung und einer präzisen Aufmerksamkeit für weibliche Handlungsspielräume. Wilhelmine Heimburg, das Pseudonym Bertha Behrens' (1850-1912), gehörte zu den vielgelesenen Erzählerinnen ihrer Zeit und publizierte unter anderem im Umfeld der Gartenlaube. Ihre Nähe zur Tradition Eugenie Marlitts erklärt die Verbindung von unterhaltender Erzählkunst, moralischer Problemstellung und Kritik an starren sozialen Urteilen. Als Autorin, die innerhalb eines von bürgerlichen Erwartungen geprägten Literaturmarktes schrieb, besaß sie ein besonderes Sensorium für Anerkennung, Ruf und das Leiden an falscher Einschätzung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als fein gearbeitetes Medium sozialer Analyse entdecken möchten. Unverstanden zeigt, wie zerstörerisch voreilige Urteile wirken können, und bleibt gerade deshalb überraschend gegenwärtig.
Unverstanden entfaltet die Konflikte einer bürgerlichen Lebenswelt, in der Gefühl, Pflicht und gesellschaftliche Deutungshoheit miteinander ringen. Der Roman arbeitet weniger mit äußerer Sensation als mit der allmählichen Freilegung seelischer Missverständnisse: Gesten, Schweigen und Konventionen werden zu Kräften, die Schicksale bestimmen. In der Tradition des deutschsprachigen Familien- und Gesellschaftsromans des späten 19. Jahrhunderts verbindet Heimburg realistische Milieubeobachtung mit melodramatischer Spannung und einer präzisen Aufmerksamkeit für weibliche Handlungsspielräume. Wilhelmine Heimburg, das Pseudonym Bertha Behrens' (1850-1912), gehörte zu den vielgelesenen Erzählerinnen ihrer Zeit und publizierte unter anderem im Umfeld der Gartenlaube. Ihre Nähe zur Tradition Eugenie Marlitts erklärt die Verbindung von unterhaltender Erzählkunst, moralischer Problemstellung und Kritik an starren sozialen Urteilen. Als Autorin, die innerhalb eines von bürgerlichen Erwartungen geprägten Literaturmarktes schrieb, besaß sie ein besonderes Sensorium für Anerkennung, Ruf und das Leiden an falscher Einschätzung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die historische Unterhaltungsliteratur nicht als bloßes Zeitdokument, sondern als fein gearbeitetes Medium sozialer Analyse entdecken möchten. Unverstanden zeigt, wie zerstörerisch voreilige Urteile wirken können, und bleibt gerade deshalb überraschend gegenwärtig.
Über den Autor
Emilie Wilhelmine Bertha Behrens (1848 - 1912), bekannt unter dem Pseudonym Wilhelmine Heimburg, war eine deutsche Schriftstellerin und Verfasserin viel gelesener Frauen- und Liebesromane. Sie war so beliebt, dass sie als Nachfolgerin E. Marlitts und E. Werners gesehen wurde.
Details
Erscheinungsjahr: 2022
Genre: Importe, Romane & Erzählungen
Rubrik: Belletristik
Medium: Taschenbuch
ISBN-13: 9788027345366
ISBN-10: 8027345367
Sprache: Deutsch
Einband: Kartoniert / Broschiert
Autor: Heimburg, Wilhelmine
Hersteller: e-artnow
Verantwortliche Person für die EU: preigu GmbH & Co. KG, Lengericher Landstr. 19, D-49078 Osnabrück, mail@preigu.de
Maße: 229 x 152 x 3 mm
Von/Mit: Wilhelmine Heimburg
Erscheinungsdatum: 14.12.2022
Gewicht: 0,063 kg
Artikel-ID: 134417454

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