Krisenhaftes Europa, Utopie Lateinamerika
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Krisenhaftes Europa, Utopie Lateinamerika

Positionen jüdischen Schreibens zwischen "Alter" und "Neuer" Welt

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Beschreibung

<p>Die "Entdeckung" Amerikas im Jahr 1492 setzte das Fanal für eine neue literarische Gattung: die Utopie im Zeitalter der europäischen Eroberungsfantasien. Den Krisengesellschaften der "Alten Welt" wurden fortan imaginierte Bilder der "Neuen Welt" entgegengestellt. Die Vorstellung einer neuen, besseren Welt auf der anderen Seite des Atlantiks übte eine besondere Faszination auch auf jüdische Kreise aus. Dies zeigte sich auch dann noch, als Lateinamerika Jahrhunderte später zum realen Fluchtort und Refugium wurde. Der vorliegende Band verschafft diesen jüdischen Stimmen Gehör. Gerade weil die Länder Lateinamerikas meist kein Wunschziel waren, sticht der utopische Diskurs umso mehr hervor, der sich hier herausbildete.</p> <p>Die Beiträge aus einem breiten interdisziplinären Spektrum der Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaften thematisieren extra-territoriale Positionen jüdischen Denkens zwischen "Alter" und "Neuer" Welt mit einem Schwerpunkt auf dem Exil der dreißiger und vierziger Jahre, aber auch historische Genealogien utopischer Amerika-Narrative. Als roter Faden fungiert die Frage nach dem Ort, den "Lateinamerika" im utopischen Schreiben und Handeln im Kontext jüdischer Traditionen einnimmt.</p>

Artikeldetails

EAN
9783111452685
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
234 x 156 x 14 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Walter de Gruyter

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