Mitbestimmung unter wirtschaftlichem Primat
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Mitbestimmung unter wirtschaftlichem Primat

Die Mitbestimmung im BMW-Stammwerk München 1945-1987

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Beschreibung

<p>Die Automobilindustrie und ihre Mitbestimmung gelten als eine Erfolgsgeschichte der frühen Bundesrepublik. Dabei wird oft übersehen, dass es auch prominente Gegenbeispiele gab. Eines davon war BMW, denn das Unternehmen stand mitten in der Hochkonjunktur der 1950er Jahre kurz vor dem Konkurs.</p><p>Mario Riederer beleuchtet in seiner Studie die Geschichte von BMW im Zeitraum von 1945 bis 1987 mit besonderem Fokus auf Mitbestimmung und Arbeitnehmervertretung. Dabei wird das Handeln eines Betriebsrates in einer existentiellen Krise gezeigt sowie die langfristigen Folgen dieser Erfahrung. Es verschob sich das Kräftegefüge im Unternehmen, und es entwickelte sich ein neuer Handlungsimperativ für die Arbeitnehmerseite: Um die Arbeitsplätze auf Dauer zu sichern, galt der wirtschaftliche Erfolg als unabdingbar. Dadurch entstand eine Betriebsratspolitik, in der ein Ausgreifen in Managementbereiche selbstverständlich war, zu der bisweilen aber auch eine Zurückstellung der Arbeitnehmerinteressen hinter den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gehörte. Diese neue Sozialpartnerschaft zeigte bereits vor der Ölpreiskrise Züge der Mitbestimmung "nach dem Boom" und wies eine erstaunliche Konstanz bis zum Ende der 1980er Jahre auf.</p>

Artikeldetails

EAN
9783112223970
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
238 x 162 x 26 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
de Gruyter Oldenbourg

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