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Rationierungspraktiken und Devianzzuschreibungen in der Bahnhofsmission

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Beschreibung

Bahnhofsmissionen sind ein bislang kaum erforschter Ort niedrigschwelliger Sozialer Arbeit. In dieser Ethnografie zu Devianzzuschreibungen werden Bahnhofsmissionen als street-level bureaucracies nach Lipsky betrachtet. Die Studie zeigt, dass die Spendenabhängigkeit der Einrichtung die Mitarbeitenden in einen Rollenkonflikt bringt, da diese so in ihrer Hilfsfähigkeit eingeschränkt werden. Wie werden diese Verteilungskonflikte aufgelöst? Dort wo keine formalen organisationalen Verteilungsregeln bestehen, entscheiden die Mitarbeitenden allzu oft nach Ermessen. Um die benachteiligende Behandlung von Nutzer*innengruppen zu rechtfertigen, greifen sie dabei auf Abwertungsmechanismen zurück, die auch in der Mehrheitsgesellschaft weit verbreitet sind. In dieser Ethnografie werden Erkenntnisse Lipskys erneuert und auf das Feld der Bahnhofsmission bezogen. Die erhobenen Daten wurden komparativ mit der Grounded Theory Methodology analysiert. Dabei werden Phänomene wie Creaming und Parking ebenso betrachtet, wie die interaktionale Herstellung von Worthiness auf Kosten der größten NutzerInnengruppe.

Artikeldetails

EAN
9783658525972
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
210 x 148 x 12 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Springer Gabler

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