Literarische Frauenbilder im Zeichen der Venus
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Literarische Frauenbilder im Zeichen der Venus

Perspektiven der Mythenrezeption im frühneuzeitlichen Frankreich und Spanien

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Beschreibung

<p>Die Literatur und die bildenden Künste erwiesen sich in der Frühen Neuzeit als bevorzugte Schauplätze einer <em>renovatio</em> von Weiblichkeit. Ausschlaggebend wurde dabei die Rezeption der griechisch-römischen Mythologie. Was dabei das Bild der Frau neu zu fassen half, ist vor allem auch der Mythos von Aphrodite/Venus. Diese vertritt die Macht körperlicher Sinnlichkeit, und als solche bedarf ihre Rezeption in besonderer Weise der Legitimation. Aus christlicher Sicht wird sie als Aphrodite Pandemos/Venus vulgaris aktualisiert und damit zum Inbegriff des Erbes der sündigen Eva, aus humanistischer Perspektive hingegen als Aphrodite Uranis/Venus coelestis positivierbar.</p><p>Von dieser Bildlichkeit geht ein maßgeblicher Impuls zur Aufwertung der Frau durch die Lyrik aus. Das weibliche Geschlecht erhält eine wichtige anthropologische Repräsentationsfunktion. Die in der Frau verkörperte Liebe vermag einen substantiellen Beitrag zur <em>dignitas hominis</em> zu leisten. Dies ist zugleich ein Ansatz zu einem integralen Menschenbild, in dem Sinnlichkeit und Geistigkeit zusammenspielen.</p><p>Die vorliegende Studie liest die französische und spanische Liebeslyrik der Frühen Neuzeit in diesem Sinne neu.</p>

Artikeldetails

EAN
9783112249031
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
236 x 162 x 29 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Walter de Gruyter

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