Vereinte Gegner?
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Vereinte Gegner?

Die Kooperation von Reichsbanner und Stahlhelm in Braunschweig im Frühjahr 1933 und deren Folgen

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Beschreibung

Bereits 1930 wurde im Land Braunschweig eine Koalitionsregierung aus bürgerlichen Parteien und der NSDAP gebildet. Diese Regierung wurde im Frühjahr 1933 durch eine Alleinregierung der NSDAP ersetzt. Den Übergang begleitete ein einzigartiger Akt des Widerstandes, der aus einer Kooperation des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und des Stahlhelms - Bund der Frontsoldaten resultierte. Am 27. März 1933 wollten etwa 1500 Mitglieder des bereits verbotenen Reichsbanners in den nationalkonservativen Stahlhelm übertreten. Und dies, obwohl sich beide Wehrverbände jahrelang in Gegnerschaft zueinander befanden. Das Reichsbanner bekannte sich zum Schutz der Weimarer Republik, der Stahlhelm wollte die Monarchie restaurieren. Gleich nach Beginn des NS-Regimes war das Hauptziel des Reichsbanners, seine Mitglieder zu schützen. Eine Überlegung war, im Stahlhelm Schutz vor den Nationalsozialisten zu finden. Hinzu kam die Idee, ein Gegengewicht zur SA zu bilden. Letztlich verhinderten die Nationalsozialisten den Übertritt von Reichsbanner-Männern zum Stahlhelm. Zahlreiche Reichsbanner-Anhänger sowie Stahlhelmer wurden verhaftet und tage- und nächtelang gewaltsam verhört. Die Nationalsozialisten bezeichneten die Ereignisse als "Reichsbanner-Stahlhelm-Verschwörung". Der Autor beschreibt, wie die Wechselwirkung der lokalen und Berliner Ereignisse die NS-Herrschaft in Braunschweig konsolidierte.

Artikeldetails

EAN
9783863318048
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
237 x 169 x 25 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Metropol Verlag

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