Gefühlte Bürgerlichkeit
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Gefühlte Bürgerlichkeit

Zur Seelengeschichte der späten Bundesrepublik

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Beschreibung

Im Deutschland der 2020er geht es gefühlsbetont zu. Achtsamkeit, Echtheit, Spontaneität, Verletzbarkeit, Zugewandtheit sind moralische Hochwertwörter geworden. Dies gilt für politisch-mediale Selbstdarstellungen wie für den alltäglichen Sprachverkehr. Zugleich verstehen sich die gefühlsbewußten Milieus als bürgerlich, als gutbürgerlich, als gute Gesellschaft, ja als Bürgergesellschaft. Die Bedeutung von Bürgerlichkeit hat sich dabei stark verändert. Nicht mehr Besitz oder Bildung, sondern ein ethisch vertretbares Empfinden und ein damit verbundener Gerechtigkeitssinn verheißen gesellschaftliche Reputation. Eine neue Elite ist entstanden, die traditionell bürgerliche "Mitte"-Positionen besetzt und zugleich kulturerneuernd wirken will. In Gefühlte Bürgerlichkeit beleuchtet Jürgen Große dieses Phänomen historisch und kritisch. Die geschichtlichen Linien werden von der bürgerlichen Empfindsamkeit im Aufklärungszeitalter bis zu aktuellen Kampfbegriffen wie 'Schneeflocken', 'Wutbürger' und 'Empörungskultur' gezogen.

Artikeldetails

EAN
9783963174209
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
223 x 155 x 25 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Büchner-Verlag

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