Kunstfreiheit: Eine deutsche Ideologie
Taschenbuch

Kunstfreiheit: Eine deutsche Ideologie

Vom Naturalismus bis zur documenta fifteen

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Beschreibung

Die "Kunstfreiheit" wird von deutschen Politikern und Kulturschaffenden oft und gern als hohes Gut gepriesen. Die Tatsache, dass das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland der Kunst ein höheres Maß an Freiheit zugesteht als Meinungsäußerungen, ist weltweit einmalig: Überall sonst wird Kunst unter genereller Ausdrucksfreiheit subsumiert, sie genießt keine Vorzugsbehandlung. Dieses Buch setzt ein am Ausgangspunkt des deutschen Sonderweges in Sachen Kunstfreiheit im 19. Jahrhundert, als die Kunst zwar für "frei" erklärt wurde, in Wirklichkeit aber eng begrenzt war: Auf Grund des damals vorherrschenden ästhetischen Idealismus musste sie autonom und "interesselos" sein, d.h. weder "unzüchtig" noch politisch. Mit der zunehmenden Politisierung und Erotisierung der Künste im 20. Jahrhundert sind aber die ursprünglichen Prämissen der "Kunstfreiheit" längst überholt. In mancher Hinsicht ist dies unerheblich: Die Meinungsfreiheit ist inzwischen so weit ausgedehnt, dass es nur noch selten nötig ist, sich auf ein zusätzliches Maß an Kunstfreiheit zu berufen. Die staatliche Subventionierung der Kunst kann jedoch zur Finanzierung von Werken führen, die Botschaften vermitteln, die den allgemeinen gesellschaftlichen Werten zuwiderlaufen. Die dadurch entstehende Problematik wird im letzten Teil des Bandes in Bezug auf Antisemitismus im Kulturbereich erläutert.

Artikeldetails

EAN
9783465046738
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
223 x 143 x 16 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Klostermann Vittorio GmbH

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