Praxis, Wahrheit und Kritik
Taschenbuch

Praxis, Wahrheit und Kritik

Entwurf einer immanent-exzessiven Kritik

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Beschreibung

Lässt sich Gesellschaft nach dem Verlust metaphysisch begründeter Gewissheiten noch kritisieren? Unter Rückgriff auf Louis Althussers Lektüre der Marx'schen Theorie rekonstruiert David Schlindwein den Begriff der gesellschaftlichen Praxis bei Marx als doppeltkomplex, da er sowohl die Vielheit unterschiedlicher autonomer Praxisarten als auch deren Fragmentierung durch (Klassen-)Kämpfe umfasst. Hiervon ausgehend wird die von Rahel Jaeggi entworfene Form der immanenten Kritik analysiert und aufgezeigt, dass ihr Ansatz der Komplexität der gesellschaftlichen Praxis nicht gerecht wird, indem er auf einem vereinfachten Hegel'schen Modell basiert, mit dem die Philosophie Marx' gerade bricht. In Abgrenzung zum Hegel'schen Modell entwickelt das Buch unter Bezugnahme auf Alain Badious' Wahrheitstheorie und dem Konzept der Gleichfreiheit von Étienne Balibar einen 'immanent-exzessiven Modus der Kritik'. Dieser Ansatz ermöglicht die Formulierung eines differenzierten, umkämpften und universell gedachten Normativitätsbegriffs, welcher sich auch in Anbetracht der postkolonialen Problematik in der Lage sieht, Gesellschaft wirksam zu kritisieren. Lous Althusser Karl Marx Alain Badious Rahel Jaeggi Normativität Klassenkämpfe Wahrheitstheorie Gleichfreiheit Gesellschaftskritik

Artikeldetails

EAN
9783593521107
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
230 x 153 x 27 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Campus Verlag GmbH

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