Tiere tragen: Fell, Pelz und Körperhaar in der Literatur des Mittelalters
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Tiere tragen: Fell, Pelz und Körperhaar in der Literatur des Mittelalters

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Beschreibung

<p>Was passiert mit dem Menschen, der sich durch seine Vernunft von Tieren abgrenzt, wenn er in die Haut eines Tieres schlüpft? Dieser Frage geht das vorliegende Buch anhand ausgewählter Texte des Mittelalters nach, wobei der Schwerpunkt auf deutschsprachigen Erzähltexten liegt. <br>Analog zu drei Bibelstellen und ihrer spätantiken und mittelalterlichen Exegese werden drei Themenfelder untersucht. Anhand der Bekleidung Adams und Evas mit Pflanzen- und Tierhäuten werden Häute als lesbare Hüllen, ob am oder über dem Körper, zum Gegenstand der Untersuchung. Die behaarte Haut Esaus und das Fell, das Jakob anlegt, rücken das Haar als sichtbaren Ausdruck unsichtbarer Prozesse in den Fokus, die Zügellosigkeit und Wildheit unterstreichen soll. Mit Sulamiths Selbstbeschreibung, die sich u. a. mit <em>pelles Salomonis</em> vergleicht, rückt das (erotische) Spiel von Pelz und Körper in den Mittelpunkt. <br>Mit einem bewusst heterogenen Textkorpus aus exegetischen und naturkundlichen Schriften, Bibeldichtung, Versromanen, Legenden, Kleinepik, soll die Reichweite und die kulturtheoretische bzw. kulturgeschichtliche Tiefe des Themas aufgezeigt werden.</p>

Artikeldetails

EAN
9783111550152
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
242 x 171 x 23 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Walter de Gruyter

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