Der Warenkörper
Taschenbuch

Der Warenkörper

Zur Sozialpsychologie der Medizin

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Beschreibung

Die Ökonomisierung erfasst den menschlichen Körper, er wird zur Ware. Am deutlichsten ist das in der modernen Medizin. Sie braucht den Körper als Ressource, ob in der Stammzellforschung oder der Organtransplantation. So wird der menschliche Körper und werden seine Teile zum Handelsgut. Das war der Körper im historischen Umbruch zur Moderne schon einmal: Der ganz Europa erfassende Reliquienhandel machte menschliche Körperteile zum begehrtesten Handelsgut - und zum Heilsgut. Mit dieser Vorgeschichte wird auf einen Schlag sichtbar, dass der Griff nach dem menschlichen Körper keine ökonomische Landnahme ist: Waren-Gesellschaft und moderne Medizin verbindet mehr, als sie an ihrer Oberfläche zu erkennen geben. Der für die Psychoanalyse Freuds und für die Theorie Marx' so zentrale Begriff des Fetischismus wirft ein Licht auf den 'theologischen Glutkern' (Adorno) von kapitalistischem Markt und moderner Medizin. Die 'untergründige Geschichte des Körpers' (Horkheimer/Adorno) ist an zentraler Position in einer Dialektik der Aufklärung.

Artikeldetails

EAN
9783866741492
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
204 x 126 x 23 mm
Erscheinungsjahr
2011
Verlag / Hersteller
Klampen, Dietrich zu

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