Massenselbstmorde und epidemische Suizide
Taschenbuch

Massenselbstmorde und epidemische Suizide

Fallstudien zum kollektiven Suizid-Homizid-Spektrum

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Beschreibung

Die vorliegende Sammlung dokumentiert über 300 Fallgeschichten kollektiver Suizide von der Antike bis zur Gegenwart. Mit dem französischen Soziologen Jean Baechler können vier Haupttypen suizidaler Handlungen unterschieden werden: Fluchtsuizid, aggressiver, oplativer (opfernder) und spielerischer Suizid. Angesichts des teils erheblichen Anteils von Fremdtötungen innerhalb solcher Ereignisse könnte man von einem kollektiven Homizid-Suizid-Spektrum sprechen - einem analytischen Modell, das die komplexe Verwobenheit von Selbst- und Fremdtötung innerhalb kollektiver Gewaltakte angemessen erfasst. Der verwendete Begriff Suizid umfasst aktive wie passive Selbsttötungen mit dem Ziel, jene Übergangsbereiche sichtbar zu machen, in denen individuelle und kollektive Suizidakte mit ideologischen, sozialen oder strukturellen Zwängen verschwimmen. Quantitativ stehen Flucht-Suizide im Vordergrund, d.h. kollektive Selbsttötungen als Reaktion auf als absolut empfundenen äußeren oder inneren Zwang.

Artikeldetails

EAN
9783689100667
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
238 x 168 x 28 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Roderer, Susanne

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