Temporäre Fetzen?
Taschenbuch

Temporäre Fetzen?

Die verschiedenen Enden des langen 19. Jahrhunderts in (Kriegs-)Narrativen der literarischen Moderne

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Beschreibung

Auf die tiefgreifenden sozialen wie politischen Veränderungen im "langen 19. Jahrhundert" (Eric Hobsbawm) reagierte die Literatur seismografisch. Vor allem der Erste Weltkrieg wurde als Zäsur wahrgenommen, die zahlreiche Reaktionen in verschiedenen literarischen Gattungen hervorbrachte. Zum allgemeinen Gefühl der Dissoziation gehörte die Annahme, dass eine objektive Wahrnehmung von Zeit nicht mehr möglich sei und Zeitlichkeit nurmehr fragmentiert - in Fetzen - erfahren werden könne. Der vorliegende Sammelband widmet sich in komparatistischer Ausrichtung den spezifischen poetologischen Verfahren, mit denen Kriegstexte der Moderne auf traumatische Ereignisse reagieren und damit neue narrative Strukturen sowie Formen kollektiver Erinnerung hervorbringen. Untersucht werden Texte von deutschsprachigen wie internationalen Autorinnen und Autoren, darunter Hugo von Hofmannsthal, Jaroslav Hašek, Joseph Wittlin, Émile Zola, Léon Bloy, den Gebrüdern Goncourt, Sof'ja Fedorenko, Joseph Roth, Cesare Pavese, August Stramm, Edlef Köppen und Hans Chlumberg.

Artikeldetails

EAN
9783706913096
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
209 x 135 x 25 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Praesens

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