Verlorene Unmittelbarkeit
Taschenbuch

Verlorene Unmittelbarkeit

Eine Theorie der Sorge

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Beschreibung

Sorge bewegt sich zwischen den beiden Polen des Menschlichen: Leben und Sterben. So weckt der Begriff Assoziationen sowohl von Vertrautheit und Sicherheit auf der einen wie von Angst und Unsicherheit auf der anderen Seite. Sorge wird in aktuellen internationalen Debatten allerdings nicht mehr nur als intentionale, menschliche Tätigkeit verstanden. So können sowohl digitale Assistenten als auch Regenwürmer, fallende Herbstblätter und Honigbienen als Sorgende betrachtet werden. Gegen diesen entdifferenzierenden Trend beabsichtigt die Studie von Lisa Alexandra Henke eine Reformulierung der Spezifik menschlicher Sorge, die auf der grundlegenden Idee verlorener Unmittelbarkeit beruht. In Anlehnung an Helmuth Plessners philosophisch-anthropologisches Grundgesetz der vermittelten Unmittelbarkeit nimmt das Buch Sorgebeziehungen in den Blick, in denen ein unmittelbar vertrauter, raum-zeitlicher Welt- bzw. Selbstbezug auf spezifische Art und Weise verlorengegangen zu sein scheint. Die Autorin konzipiert Sorge als ein Selbst-Welt-Verhältnis, das sich auf einem schmalen Grat bewegt: zwischen einem Empfinden, unmittelbar zur Welt zu sein, und gleichzeitig dem Verlust dieser Unmittelbarkeit.

Artikeldetails

EAN
9783465046622
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
199 x 121 x 16 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Klostermann Vittorio GmbH

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