Mehrsträngiges Erzählen in der Vormoderne
Taschenbuch

Mehrsträngiges Erzählen in der Vormoderne

Beiträge zur Narratologie des "entrelacement"

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Beschreibung

Die Gestaltung polyzentrischer Welten und die Parallelführung mehrerer Handlungsstränge war zu allen Zeiten eine besondere Herausforderung narrativer Weltkonstruktion. In den großen Rittererzählungen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wurde hierfür eine charakteristische Form gefunden, die von der neueren Forschung mit der textilen Metapher des 'entrelacement' belegt wurde. Erzählen im Modus des <em>entrelacement</em> zeichnet sich nicht zuletzt durch prägnante Autoreflexivität aus, die in ihren elaborierteren und oft metaleptischen Formen durchaus modern anmuten kann. Dieser Band gibt in seiner Einleitung zunächst einen Überblick über die Geschichte dieser Erzählweise, geht anschließend der Frage nach ihrer möglichen Vorgeschichte in der antiken Literatur nach und wirft dann Streiflichter auf die Verwendung des <em>entrelacement</em> in der mittelhochdeutschen, der altnordischen und der italienischen Ritterepik. Der abschließende Beitrag fragt nach epistemologischen Konnotationen der digressiven Erzählweise und erkennt in ihr eine spezifische Weise narrativer Kontingenz- oder Pluralitätsbewältigung.

Artikeldetails

EAN
9783515137850
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
239 x 172 x 12 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Steiner Franz Verlag

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