Hand an sich legen
Taschenbuch

Hand an sich legen

Diskurs über den Freitod

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Beschreibung

<p>'Wer abspringt, ist nicht notwendigerweise dem Wahnsinn verfallen, ist nicht einmal unter allen Umständen gestört oder verstört. Der Hang zum Freitod ist keine Krankheit, von der man geheilt werden muß wie von den Masern. ... Der Freitod ist ein Privileg des Humanen.'</p><p>Jean Améry</p><p>Jean Amérys Hand an sich legen ist ein schonungsloser, intellektuell scharfer Diskurs über den Freitod. Der Essayist nähert sich einem der größten Tabus mit philosophischer Strenge und persönlicher Eindringlichkeit, ohne sich in akademischer Distanz zu verlieren. Sein Ton bewegt sich zwischen moralischer Empörung und tiefem Mitgefühl. Améry verzichtet auf statistische Erklärungen und psychologische Diagnosen; er sieht den Freitod von innen, aus der Perspektive derer, die ihn in Erwägung ziehen. Dabei legt er die Widersprüche offen, die sich aus religiösen, gesellschaftlichen und ethischen Bewertungen ergeben, und plädiert für eine differenzierte, humane Betrachtung, die weder verharmlost noch verurteilt. Hand an sich legen ist eine philosophische und literarische Annäherung an die Bedingung des [...] Buch fordert gewohnten Urteile heraus und eröffnet Raum für ernsthafte, schmerzhafte Fragen nach Autonomie, Würde und Verantwortung. Wer sich auf eine anspruchsvolle, nachwirkende Lektüre einlassen will, findet in Amérys prägnanter Sprache eine kraftvolle Einladung zum Nachdenken.</p>

Artikeldetails

EAN
9783608939477
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
203 x 125 x 17 mm
Erscheinungsjahr
2012
Verlag / Hersteller
Klett-Cotta Verlag

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