Evidenz im wissenschaftlichen Ethos
Taschenbuch

Evidenz im wissenschaftlichen Ethos

Normative Voraussetzungen und Konsequenzen von Evidenz-Praktiken

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Beschreibung

Wissenschaftliche Evidenz verweist auf verlässliches und methodisch abgesichertes Wissen, auf dessen Grundlage Überzeugungen, Entscheidungen und Handlungen gerechtfertigt werden können. Ihre Bedeutung im modernen Wissenschaftsverständnis ist jedoch ambivalent und umstritten. Daniel Füger untersucht, wie Evidenz ihre legitimierende Kraft gewinnt. Dazu nimmt er deren historische Genese in den Blick, insbesondere in der Etablierung (vor-)moderner Wissenschaftspraktiken in der Chemie. Unter Berücksichtigung feministischer Wissenschaftsphilosophie zeigt Füger auf, dass Evidenz nicht allein auf epistemischen Verfahren beruht, sondern auf die Interaktion wissenschaftlicher wie gesellschaftlicher Akteur:innen angewiesen ist. Damit erweist sich Evidenz nicht als wertneutral: Sie ist normativ begründet, hat normative Folgen und ist durch die enge Verknüpfung zum wissenschaftlichen Ethos geprägt. Eine wissenschaftsphilosophisch wie gesellschaftlich höchst relevante Studie - nicht zuletzt im Kontext der COVID-19-Pandemie.

Artikeldetails

EAN
9783958324145
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
222 x 140 x 23 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Velbrueck GmbH

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