"Möge doch die Zeit kommen..." Leben und Bilder von Franz Hermann Lechner
Taschenbuch

"Möge doch die Zeit kommen..." Leben und Bilder von Franz Hermann Lechner

Katalog zur Ausstellung in der Abtei Venio, München, 2025

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Beschreibung

"...möge doch die Zeit kommen, wo es uns bald möglich sein wird derartig schön zu haben ein Bad denke Dir im Garten an einem Platzerl wo wir ganz für uns Faun und Nymphe spielen könnten unter freiem Himmel...." schreibt der Maler Franz Hermann Lechner (1879-1924) im Frühjahr 1913 an seine zukünftige Frau. Visionen eines Lebens unter freiem Himmel in der Natur, das Zusammenspiel von Natur und Kunst als Bekenntnis zu einem Aufbruch in eine bessere Zukunft gehörten Anfang des 20. Jh. zum verbreiteten Weltbild der jungen Künstler an den Akademien. Insofern passt der Künstler ganz in seine Zeit. Und doch gehört Franz Hermann Lechner einer verlorenen Generation an. Im Mai 1900, im gleichen Jahr wie der gleichaltrige Franz Marc und Wassily Kandinsky, wird er Schüler an der Münchner Kunstakademie. "Die Natur ist stets meine Lehrmeisterin gewesen...": ein Gedanke Albrecht Dürers wird zu Beginn des vorigen Jahrhunderts zum Wahlspruch zahlreicher Künstler in Deutschland. Beseelt von den Idealen der Wandervogel- und Jugendbewegung verlassen sie die Akademien um ihre "Lehrmeisterin" unter freiem Himmel zu finden. Wie Franz Marc in Sindelsdorf oder Kandinsky in Murnau ziehen auch Lechner und seine Frau, eine ungewöhnlich für diese Zeit promovierte Botanikerin, das mühsame Leben in einem abgeschieden gelegenen Bauernhaus auf dem Dandlberg bei Roßholzen der Stadt München vor. Das bäuerliche Umfeld und die umgebende Natur im Wechsel der Jahreszeiten spiegeln sich in den Bildern aus diesen Jahren. Nach dem Krieg übersiedeln die beiden mit mittlerweile drei kleinen Kindern nach Hittenkirchen, oberhalb von Prien am Chiemsee, wo Lechner als Gast der Künstlervereinigung "Die Welle" ausstellt. Dort bleiben ihm nur wenige Jahre. Mit 44 Jahren stirbt er an einer Sepsis. Dass Lechners Werk in Vergessenheit geriet, liegt zum einen daran, dass seine künstlerische Entwicklung durch seinen frühen Tod mit den ersten reifen Werken abreißt, zum anderen, weil eine Malerei in der Tradition der "Mün

Artikeldetails

EAN
9783982303956
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
221 x 208 x 4 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Gensbaur, Martin

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