Gefühlswegweiser und Komponiermaschine
Taschenbuch

Gefühlswegweiser und Komponiermaschine

Studien zu Skizzen und musikalischer Faktur von Richard Strauss' 'Die Frau ohne Schatten'

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Beschreibung

Die nach langer Entstehungszeit 1919 uraufgeführte Oper Die Frau ohne Schatten wurde von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss von vornherein als gemeinsames Hauptwerk konzipiert und von Strauss bis zuletzt als ein Gipfelpunkt der Operngeschichte apostrophiert - stets in einem Atemzug mit Wagners Götterdämmerung. Allgemein auf die Aufbietung aller musikalischen Mittel gemünzt, bezieht sich der Vergleich mit dem Schlussstein der Ring-Tetralogie konkret auch auf die extreme Dichte des motivischen Geflechts. Dieses Charakteristikum hat die Rezeption der Frau ohne Schatten stets dominiert, zugleich aber auch polemischen Widerhall auf sich gezogen, am prominentesten und pointiertesten wohl in Theodor W. Adornos Wort von der 'Komponiermaschine' Strauss. Anhand der umfangreichen Skizzenüberlieferung zur Frau ohne Schatten lässt sich der semantische Subtext des Motivgeflechts im Gegenlicht der Bedingungen der Werkentstehung betrachten, eines Schaffensprozesses nämlich, der einerseits unverkennbar auf die Stringenz zentraler motivisch-thematischer Prozesse abzielt, sich andererseits aber immer wieder auch durch eine staunenswerte Pragmatik im Umgang mit der musikalischen Substanz auszeichnet.

Artikeldetails

EAN
9783826072222
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Taschenbuch
Maße
241 x 170 x 22 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Königshausen & Neumann

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