Rausch und Ekstase in der österreichischen Literatur
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Rausch und Ekstase in der österreichischen Literatur

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Beschreibung

Rausch und Ekstase stellen zutiefst subjektive Erfahrungsformen dar, die innerhalb der Machtdiskurse allenfalls marginal geduldet, zumeist jedoch mit Misstrauen beäugt und nicht selten als asozial oder degradierend sanktioniert wurden. Wo sich das Irrationale Bahn bricht - sei es in Mythen, in mystischen Traditionen oder im religiösen wie ästhetischen Überschreiten etablierter Grenzen -, tritt das Subjekt in eine gefährlich freie Position ein. Ekstatische Erfahrungen fungieren dadurch als Sehnsuchts- und Fluchtorte des Individuellen. Zugleich jedoch erscheinen sie als Bedrohung für die rationalen Ordnungen der Macht, insofern sie das Individuelle gegenüber dem Kollektiven betonen und das Potenzial besitzen, oppositionelle Diskurse hervorzubringen. Die Beiträge dieses Bandes beleuchten sowohl die sozialen als auch die ästhetischen Dimensionen des Rausches und der Ekstase - die pathologischen wie die schöpferischen, die kollektiven wie die individuellen Aspekte. Gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Frage nach dem Subjekt im Spannungsfeld zwischen Unterwerfung und Befreiung, Rationalität und Überschreitung, Ordnung und Entrückung.

Artikeldetails

EAN
9783706913072
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
156 x 214 x 29 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Praesens

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