Ein Parlament für Europa
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Ein Parlament für Europa

Richard Coudenhove-Kalergi, Paneuropa und die westliche Demokratie 1922-1952

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Beschreibung

Der böhmische Graf Richard Coudenhove-Kalergi und Ida Roland, seine aus jüdischer Familie stammende Frau, empfanden den Untergang des Habsburgerreiches als Verlust eines Vaterlandes, in dem man Patriot und Weltbürger zugleich sein konnte. Sie verschrieben sich der Mission, auf europäischer Ebene das zu kreieren, woran die Donaumonarchie gescheitert war: eine multiethnische Nation, in der Kosmopoliten und Minderheiten keine bedrohten Außenseiter sind. Dem verwegenen Projekt lag eine klare geopolitische Vorstellung zugrunde. Es galt, ein Zusammengehen Deutschlands und Russlands gegen die atlantische Welt zu verhindern und Mitteleuropas Anschluss an den liberalen Westen zu sichern. Damit trat 'Paneuropa' in Konkurrenz zu gegenläufigen Großraumplänen - wie dem pangermanischen 'Mitteleuropa', der panangelsächsischen 'Föderation atlantischer Demokratien', der nationalsozialistischen 'Festung Europa' oder dem blockfreien 'Europa der Dritten Kraft'. In epochenübergreifender Perspektive wird die Paneuropa-Bewegung als Vor- und Frühgeschichte der 'Westernisierung' nach dem Zweiten Weltkrieg fassbar. Martin Posselts Ideengeschichte der frühen Einigungsbewegung zeigt, wie sich die europäischen Institutionen aus dem Widerstreit geopolitischer Konzeptionen entwickelten.

Artikeldetails

EAN
9783525303450
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
235 x 166 x 40 mm
Erscheinungsjahr
2025
Verlag / Hersteller
Vandenhoeck & Ruprecht

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