Überinklusive Strafnormen als Regelungstechnik
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Überinklusive Strafnormen als Regelungstechnik

Zu den verfassungsrechtlichen Grenzen der Strafrechtssetzung am Beispiel der handelsgestützten Marktmanipulation

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Beschreibung

Das Strafrecht wird zunehmend als präventives Steuerungsinstrument eingesetzt. In komplexen und dynamischen Regulierungsfeldern greift der Gesetzgeber dabei vermehrt auf überinklusive Strafnormen zurück, um künftige, noch nicht sicher vorhersehbare Gefahren möglichst lückenlos zu erfassen. Solche Normen versprechen effektiven Rechtsgüterschutz, nehmen aber in Kauf, dass auch ungefährliche oder sozial erwünschte Verhaltensweisen in den Anwendungsbereich von Strafvorschriften geraten. Die Untersuchung fragt nach den Grenzen dieser Regelungstechnik und verbindet straf-, unions- und verfassungsrechtliche Perspektiven moderner Strafgesetzgebung. Am Beispiel der handelsgestützten Marktmanipulation zeigt sie, dass eine weit gefasste 'Catch-all'-Klausel, deren Reichweite durch eine Verwaltungsbehörde begrenzt wird, nur bei wirksamen rechtsstaatlichen Sicherungen verfassungsgemäß sein kann. Auf dieser Grundlage entwickelt sie die Grenze eines kriminalstrafrechtlichen Aufopferungsverbots.

Artikeldetails

EAN
9783428197248
Sprache
Deutsch
Einband / Art
Buch
Maße
240 x 169 x 35 mm
Erscheinungsjahr
2026
Verlag / Hersteller
Duncker & Humblot GmbH

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