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Beschreibung
André Gides Die Rückkehr des verlorenen Sohnes ist eine konzentrierte, dialogisch aufgebaute Neudeutung des biblischen Gleichnisses, in der Heimkehr nicht als einfache Reue, sondern als existenzielle Prüfung erscheint. In einer klaren, klassizistisch geschulten Prosa verbindet Gide religiöse Symbolik mit moderner psychologischer Analyse. Der Text steht im Kontext des französischen Symbolismus und der frühen Moderne: Er löst die Parabel aus dogmatischer Eindeutigkeit und macht sie zum Schauplatz von Freiheit, Gehorsam, Schuld und Selbstfindung. Gide, 1869 geboren und später Nobelpreisträger, wuchs in einem streng protestantischen Milieu auf, dessen moralische Forderungen sein Werk nachhaltig prägten. Seine lebenslange Auseinandersetzung mit Begehren, Aufrichtigkeit und gesellschaftlicher Norm erklärt die innere Spannung dieses Buches. Der verlorene Sohn wird bei Gide weniger Sünder als Suchender; in ihm spiegelt sich der Autor selbst, der zwischen religiösem Erbe und individueller Befreiung vermittelt. Dieses schmale Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die biblische Stoffe nicht als abgeschlossene Lehre, sondern als lebendige Denkform begreifen. Es ist zugleich literarische Meditation, philosophisches Kammerspiel und geistige Selbstbefragung von erstaunlicher Aktualität.
André Gides Die Rückkehr des verlorenen Sohnes ist eine konzentrierte, dialogisch aufgebaute Neudeutung des biblischen Gleichnisses, in der Heimkehr nicht als einfache Reue, sondern als existenzielle Prüfung erscheint. In einer klaren, klassizistisch geschulten Prosa verbindet Gide religiöse Symbolik mit moderner psychologischer Analyse. Der Text steht im Kontext des französischen Symbolismus und der frühen Moderne: Er löst die Parabel aus dogmatischer Eindeutigkeit und macht sie zum Schauplatz von Freiheit, Gehorsam, Schuld und Selbstfindung. Gide, 1869 geboren und später Nobelpreisträger, wuchs in einem streng protestantischen Milieu auf, dessen moralische Forderungen sein Werk nachhaltig prägten. Seine lebenslange Auseinandersetzung mit Begehren, Aufrichtigkeit und gesellschaftlicher Norm erklärt die innere Spannung dieses Buches. Der verlorene Sohn wird bei Gide weniger Sünder als Suchender; in ihm spiegelt sich der Autor selbst, der zwischen religiösem Erbe und individueller Befreiung vermittelt. Dieses schmale Werk empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die biblische Stoffe nicht als abgeschlossene Lehre, sondern als lebendige Denkform begreifen. Es ist zugleich literarische Meditation, philosophisches Kammerspiel und geistige Selbstbefragung von erstaunlicher Aktualität.
Über den Autor
Andre Gide (1869 - 1951) war ein französischer Schriftsteller und Träger des Literaturnobelpreises. Gides Karriere reichte von seinen Anfängen im Symbolismus bis zum Aufkommen des Antikolonialismus zwischen den beiden Weltkriegen. Gides Werk kann als eine Untersuchung der Freiheit und der Ermächtigung angesichts moralischer und puritanischer Zwänge gesehen werden und konzentriert sich auf sein ständiges Bemühen um intellektuelle Aufrichtigkeit. Die bekanntesten Werke des Autors sind "Der Immoralist", "Die enge Pforte" und "Die Falschmünzer".
Details
| Erscheinungsjahr: | 2023 |
|---|---|
| Genre: | Importe, Romane & Erzählungen |
| Rubrik: | Belletristik |
| Medium: | Taschenbuch |
| ISBN-13: | 9788027375684 |
| ISBN-10: | 8027375681 |
| Sprache: | Deutsch |
| Einband: | Kartoniert / Broschiert |
| Autor: | Gide, Andre |
| Übersetzung: | Rilke, Rainer Maria |
| Hersteller: | e-artnow |
| Verantwortliche Person für die EU: | preigu GmbH & Co. KG, Lengericher Landstr. 19, D-49078 Osnabrück, mail@preigu.de |
| Maße: | 229 x 152 x 3 mm |
| Von/Mit: | Andre Gide |
| Erscheinungsdatum: | 22.05.2023 |
| Gewicht: | 0,057 kg |